Hendricks will Wohngeld regelmäßig an Preisentwicklung anpassen

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks

Bundesbauministerin Barbara Hendricks (SPD) strebt eine regelmäßige Anpassung des Wohngelds an die Preisentwicklung an. "Am besten wäre eine jährliche Anpassung", sagte Hendricks der "B.Z. am Sonntag". Aber auch ein zweijähriger Turnus wäre schon ein großer Fortschritt. "Da müssen wir die Marktentwicklung beobachten." Mit der Sozialleistung werden Haushalte mit geringem Einkommen bei den Kosten für Miete oder Lasten einer Eigentumswohnung unterstützt.

"Als wir das Wohngeld 2016 erhöht haben, lag die letzte Anhebung sieben Jahre zurück", sagte Hendricks. Prompt sei die Durchschnitts-Förderung für einen Zweipersonenhaushalt von 114 auf 184 Euro, die Zahl der Bezieher von 500.000 auf knapp 700.000 gestiegen. "Viele hatten ihren Wohngeld-Anspruch verloren, weil ihre Einkommen oder Renten gestiegen waren ? aber die Preise eben auch."

Zudem möchte Hendricks die Voraussetzung dafür schaffen, dass sich der Bund ab 2020 weiter an der sozialen Wohnraumförderung beteiligen kann. "Laut Grundgesetz muss sich der Bund dann aus der Finanzierung der sozialen Wohnraumförderung zurückziehen", sagte die Ministerin. "Um das zu verhindern, müsste man in der nächsten Legislaturperiode das Grundgesetz ändern." Sie gehe davon aus, dass diese Forderung im SPD-Wahlprogramm stehen werde.

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