Henna-Tattoo: Vor diesem Urlaubssouvenir wird gewarnt

Hannah Klaiber
Freie Journalistin

Orientalische Henna-Zeichnungen auf Handrücken, Armen oder Schultern: Solche individuellen Souvenirs erinnern auch nach Wochen noch an den schönen Urlaub im Süden. Jetzt wird allerdings vor Gesundheitsschäden der temporären Tattoos gewarnt – wenn sie ein besonderes Merkmal aufweisen.

Henna-Tattoo können allergische Reaktionen auslösen (Symbolbild: Getty Images)

Sie sind aufwendig und bedürfen Geduld beim Künstler wie auch bei demjenigen, der sich bemalen lässt: Henna-Tattoos, meist in orientalischen Ornamenten auf Nägel, Hände oder Arme gezeichnet, werden in vielen Urlaubsländern als Souvenir angeboten. Der Bemalte kann sich auch nach Wochen noch zu Hause über die Zeichnungen freuen – oder eben auch nicht, wie die Aktion Das Sichere Haus, das Deutsche Kuratorium für Sicherheit in Heim und Freizeit (DSH) warnt.

Gepanschtes Henna kann Allergien auslösen

Denn nicht alle verwendeten Henna-Farben sind bedenkenlos zu verwenden: Um dem echtem Henna, das aus dem rotbraunen Hennastrauch gewonnen wird, eine intensivere Farbnuance zu verleihen und die Einwirkzeit zu verkürzen, wird dem rotbraunen Naturstoff häufig Paraphenylendiamin (PPD) beigemengt – ein schwarzer Farbstoff, der laut DSH als Kontaktallergen gilt, also eine allergische Reaktion durch direkten Kontakt mit der Haut auslöst. PPD kommt in geringen Mengen auch in Haarfärbemitteln, Textilien und Kunstoffen vor und kann, wenn der Betroffene einmal darauf sensibilisiert ist, immer wieder allergische Reaktionen auslösen.

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Henna-Farben können Paraphenylendiamin beinhalten, das als Kontaktallergen gilt (Symbolbild: Getty Images)

Was tun bei einer allergischen Reaktion?

Eine allergische Reaktion zeigt sich meist in Form von Juckreiz, Rötungen und Bläschen, auch nässende, teilweise verkrustete Hautveränderungen innerhalb der Zeichnung können auftreten, die zu Narben führen. Die Aktion DSH empfiehlt, zur Linderung ein eingewickeltes Kühlpad auf die betroffene Stelle zu legen und umgehend einen Arzt aufzusuchen, da im schlimmsten Fall ein allergischer Schock droht.

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Wie erkennt man unechtes Henna?

Laut DSH ist schwarzes Henna niemals natürlich und enthält entsprechend meist PPD. Auch eine kurze Einwirkzeit von etwa zwei Stunden deutet auf eine Beimischung des Farbstoffs hin. Echtes Henna ist rotbraun und muss bis zu acht Stunden einwirken.

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