Herbstblues: So entsteht er und das kann man dagegen tun

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Die Tage werden kürzer, die Temperaturen kühler und das Wetter ungemütlicher - da ist es kein Wunder, dass der Herbst bei vielen auf die Stimmung drückt. Aber das muss nicht sein, denn gegen den Herbstblues kann man etwas machen!

Herbstblues: Eine Frau steht im Herbst mit einem Regenschirm im Regen
Auch das schlechte Wetter trägt zum Herbstblues bei. (Symbolbild: Getty)

Für den sogenannten Herbstblues, der von Experten auch als saisonal abhängige Depression bezeichnet wird, gibt es tatsächlich eine wissenschaftliche Erklärung: Dadurch, dass die Sonne früher untergeht und der Himmel grauer ist, bekommen wir weniger Tageslicht und das kann sich auf unseren Hormonhaushalt auswirken.

"Wir sollten uns - wie die Natur - auch mal Ruhe gönnen"

Nicht nur schüttet der Körper so mehr Melatonin, das sogenannte Schlafhormon aus, sondern viele Menschen leiden auch aufgrund des wenigen Lichts unter einem Vitamin-D-Mangel. Die Folge: Wir fühlen uns müde, lust- und antriebslos.

Doch dagegen kann man etwas tun, wie Katja Mierke, Psychologieprofessorin an der Hochschule Fresenius gegenüber dem Portal "Gesundheitsstadt Berlin" verrät. Sie rät die Herbst- und kommenden Wintermonate als Zeiten des Innehaltens zu sehen und zu nutzen. "Wir sollten uns - wie die Natur - auch mal Ruhe gönnen, um neue Kraft für den nächsten Frühling zu tanken", so Mierke. Das sei vor allem für die Psyche hilfreich.

Außerdem empfiehlt sie sich so viel wie möglich draußen zu bewegen und Licht zu tanken. Sollte das auf natürlichem Wege nicht möglich sein, könne man auch mit speziellen Lichttherapielampen nachhelfen. Auch sei es wichtig etwas gegen die Kälte zu machen, denn "aktuelle sozialpsychologische Studien belegen, dass sich Menschen einsamer fühlen, wenn sie körperlicher Kälte ausgesetzt sind."

Herbstblues oder ernsthafte Depression?

Auch mit bestimmten Lebensmitteln kann man dem Blues entgegen wirken. So enthalten beispielsweise Nelken und Zimt ätherische Stoffe, die nachgewiesenermaßen antidepressiv wirken.

Wer allerdings dauerhaft unter getrübter Laune leidet, sollte ärztliche Hilfe aufsuchen, denn dann könne auch eine ernsthafte Depression hinter dem scheinbaren Herbstblues stecken, warnt Katja Mierke.

Anmerkung der Redaktion: Psychische Erkrankungen können mit professioneller Hilfe gelindert und sogar geheilt werden. Wer Hilfe sucht, auch als Angehöriger, findet sie etwa bei der Telefonseelsorge unter der Rufnummer 0800 – 1110111 und 0800 – 1110222. Die Berater sind rund um die Uhr erreichbar, jeder Anruf ist anonym und kostenlos.

Im Video: Wetterfühligkeit im Herbst - Diese Tipps helfen

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