"Der Herr der Ringe": Das ist bisher über die teuerste Serie aller Zeiten bekannt

Elisa Eberle
·Lesedauer: 6 Min.

Es wird die wohl teuerste Serie aller Zeiten: 465 Millionen Dollar soll allein die erste Staffel von "Der Herr der Ringe" kosten. Was weiß man sonst noch über das neue Amazon Prime Original?

Vor 20 Jahren kam
Vor 20 Jahren kam "Der Herr der Ringe: Die Gefährten" (erhältlich auf DVD, Blu-ray und als VoD) weltweit in die Kinos. (Bild: Warner Brothers)

Genau 20 Jahre ist es her, dass mit "Die Gefährten" der erste von insgesamt drei "Der Herr der Ringe"-Filmen (2001-2003) in die Kinos kam. Drei weitere Filme (2012-2014), die auf der ebenfalls von J. R. R. Tolkien verfassten Vorgeschichte "Der Hobbit" basierten, folgten. Nicht zuletzt angesichts der gigantischen Einspielergebnisse von weltweit knapp sechs Milliarden US-Dollar und den immerhin 17 Oscars, die die Filme im Laufe der Jahre gewannen, war es nur eine Frage der Zeit, bis ein Streamingdienst sich die Rechte an einer Weitervermarktung des Materials sichern würde. 2017 hat schließlich Amazon Prime diesen Schritt getan. Die Original Serie "Der Herr der Ringe" soll voraussichtlich Ende 2021 erscheinen.

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Schon jetzt liegt die Vermutung nahe, dass "Der Herr der Ringe" die wohl teuerste Serienproduktion der bisherigen Filmgeschichte wird. Allein die erste Staffel soll, laut einem Artikel des US-amerikanischen Branchenblatts "Deadline", 465 Millionen US-Dollar kosten. Die Kosten für die Lizenzrechte sollen sich auf 250 Millionen Dollar belaufen. Zum Vergleich: Die teuerste sechste Staffel der Erfolgsserie "Game of Thrones" kostete gerade einmal 100 Millionen US-Dollar. Insgesamt wird das Budget, welches für "Der Herr der Ringe" abgerufen werden könnte, auf mehr als eine Milliarde US-Dollar geschätzt.

Juan Antonio Bayona wird die Regie der neuen Amazon-Serie
Juan Antonio Bayona wird die Regie der neuen Amazon-Serie "Der Herr der Ringe" übernehmen. (Bild: 2021 Álex Zea /Europa Press via Getty Images)

Corona bremst den Drehzeitplan

Über die Dreharbeiten im neuseeländischen Auckland, der Filmheimat von "Der Herr der Ringe", ist bislang wenig bekannt: Nach einer Corona-bedingten Unterbrechung im vergangenen Jahr sollten sie, Berichten zufolge, im März oder April 2021 zu Ende gehen. Die Vorbereitung zur offiziell bestätigten zweiten Staffel sollen bereits begonnen haben. Ob und wie viele weitere Staffeln darauf folgen werden, ist nicht bekannt. Gerüchten zufolge soll sich die Handlung allerdings über fünf Staffeln erstrecken, von denen jede einen eigenen Zusatztitel tragen soll. Auch die Option eines Spin-offs sei demnach offen.

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Bryan Cogman, der Autor und Produzent der Erfolgsserie
Bryan Cogman, der Autor und Produzent der Erfolgsserie "Game of Thrones", ist Teil des mehrköpfigen Autorenteams. (Bild: 2016 Getty Images/Frederick M. Brown)

Wie viele Folgen gibt es?

Auf die Frage, wie viele Episoden die erste Staffel zählen wird, findet man im Netz unterschiedliche Antworten: Während einige Quellen gerüchtehalber von 20 Folgen sprechen, beruft sich der relativ gut informierte Twitter-Account "Tolkien News" auf die Filmdatenbank "IMDb". Hier sind bislang nur acht Episoden für Staffel eins und eine für Staffel zwei vermerkt.

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Der 28-jährige Brite Robert Aramayo wird den Serienhelden Beldor spielen. (Bild: 2018 Dominik Magdziak Photography / WireImage / Getty Image)
Der 28-jährige Brite Robert Aramayo wird den Serienhelden Beldor spielen. (Bild: 2018 Dominik Magdziak Photography / WireImage / Getty Image)

Serie spielt im Zweiten Zeitalter von Mittelerde

Was die Handlung der Serie angeht, gestalten sich die Informationen ebenfalls recht schwammig. Fans, die auf eine Neuerzählung der altbekannten Geschichte rund um den Hobbit Frodo (gespielt von Elijah Wood) hofften, seien aber enttäuscht: Wie die Amazon Studios in einem Tweet bestätigten, spiele die Handlung "tausende von Jahren vor den Ereignissen aus J.R.R. Tolkiens Der Hobbit und Der Herr der Ringe", im sogenannten "Zweiten Zeitalter" von Mittelerde. Die Zuschauer würden in eine Ära zurücktransportiert, "in der große Mächte geschmiedet wurden, Königreiche aufstiegen und fielen, unwahrscheinliche Helden auf die Probe gestellt wurden, Hoffnung sich an die feinsten Fäden klammerte und der großartigste Bösewicht, der je Tolkiens Feder entsprang, drohte, die Welt in Dunkelheit zu hüllen".

Weiter verspricht der Tweet ein "Ensemble bekannter und neuer Charaktere, die sie sich dem lange gefürchteten Erstarken des Bösen in Mittelerde entgegenstellen." Als Handlungsorte werden unter anderem die "düstersten Tiefen des Nebelgebirges", die "majestätischen Wälder der Elben-Hauptstadt Lindon" und das "atemberaubenden Inselkönigreich Númenor" genannt.

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Morfydd Clark (32) verkörpert die junge Elbenherrin Galadriel.  (Bild: 2019 Mike Marsland / WireImage / Getty Images)
Morfydd Clark (32) verkörpert die junge Elbenherrin Galadriel. (Bild: 2019 Mike Marsland / WireImage / Getty Images)

35 Darsteller offiziell bestätigt

Zumindest einige der aus den vorherigen Filmen bekannten Figuren dürften in der neuen Serien somit zurückkehren, wenn sie auch von neuen Darstellern verkörpert werden: Die walisische Schauspielerin Morfydd Clark ("Saint Maud") soll eine jüngere Version der Elbenherrin Galadriel spielen. Auch eine Rückkehr des Halbelbs und Herrns von Bruchtal, Elrond, ist offiziell bestätigt, ebenso die einer früheren Version des Bösewichts Sauron.

Insgesamt hat Amazon bislang 35 Darsteller sowie eine handvoll Rollennamen offiziell bestätigt: Robert Aramayo ("Game of Thrones") soll demnach den Helden Beldor spielen. Sein "Game of Thrones"-Kollege Joseph Mawle verkörpert einen Bösewicht namens Oren. Die Australierin Markella Kavenagh ("The Gloaming") spielt eine neue Figur namens Tyra. Darüber hinaus spielen unter anderem die iranisch-britische Schauspielerin Nazanin Boniadi ("Homeland"), der Puertoricaner Ismael Cruz Cordova ("The Mandalorian") und Brite Maxim Baldry ("Years And Years") mit. Von den alten "Herr der Ringe"-Darstellern soll immerhin Peter Tait, der den Uruk Shagrat verkörperte, zurückkehren.

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Ismael Cruz Cordova (
Ismael Cruz Cordova ("The Mandalorian") ist ebenfalls Teil des Casts der "Herr der Ringe"-Serie. (Bild: 2019 Axelle / Bauer-Griffin / FilmMagic / Getty Images)
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Tyra heißt die neue Figur, welche die australische Schauspielerin Markella Kavenagh verkörpert. (Bild: 2018 Brook Mitchell/Getty Images for AFI)
Tyra heißt die neue Figur, welche die australische Schauspielerin Markella Kavenagh verkörpert. (Bild: 2018 Brook Mitchell/Getty Images for AFI)

Der Kanadier Dylan Smith ("Maze Runner - Der Auserwählten in der Todeszone") schürte auf Instagram zudem die Hoffnung auf ein Leinwanddebüt von Tom Bombadil, des Herren und Meisters des Alten Waldes, der zwar in den Romanen auftaucht, es bislang allerdings nicht in die Filme geschafft hatte.

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Ob es sich bei dem von Joseph Mawle dargestellten Bösewicht namens Oren um eine frühere Version von Sauron handelt, ist noch nicht offiziell bestätigt. (Bild: 2015 David M. Benett/Getty Images for Victoria and Albert Museum)
Ob es sich bei dem von Joseph Mawle dargestellten Bösewicht namens Oren um eine frühere Version von Sauron handelt, ist noch nicht offiziell bestätigt. (Bild: 2015 David M. Benett/Getty Images for Victoria and Albert Museum)

Als Showrunner verantwortlich zeigen sich Patrick McKay und J. D. Payne ("Stark Trek Beyond"). Die Regie übernimmt "Jurassic World"-Schöpfer J. A. Bayona. Die Drehbücher stammen von einem Autorenteam, dem unter anderem Bryan Cogman ("Game of Thrones"), Gennifer Hutchison ("Breaking Bad") und Justin Doble ("Stranger Things") angehören.

Auch der Brite Maxim Baldry wird vermutlich eine der Hauptrollen in der
Auch der Brite Maxim Baldry wird vermutlich eine der Hauptrollen in der "Herr der Ringe"-Serie übernehmen. Bislang war der 25-Jährige unter anderem in der dystopischen Serie "Years and Years" von BBC One und HBO zu sehen. (Bild: 2020 David M. Benett/Dave Benett/Getty Images for dunhill)

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