Hertha BSC: Stocker zeigt Dardai, dass er doch noch wichtig ist

Der Schweizer ist bei Herthas 2:0 gegen Augsburg an beiden Toren beteiligt. Dass er nun wieder im Fokus steht, lässt ihn jedoch kalt.

Berlin.  Nur schleppend näherte sich Valentin Stocker den Reportern im Bauch des Olympiastadions. Der Schweizer schien jeden Schritt genau abzuwiegen, was vor allem an den Schmerzen in seinem Oberschenkel lag, der nach seiner Auswechslung (69. Minute) sofort bandagiert wurde, aber sicher auch an den Gedanken in seinem Kopf. Beim 2:0 (2:0) gegen Augsburg war er schließlich an beiden Treffern beteiligt, und natürlich würde er nun wieder in den Mittelpunkt gerückt. Plötzlich, nachdem er wochenlang keine Minute spielen durfte. Von einer Randfigur zum Heilsbringer in 90 Minuten – und das nicht zum ersten Mal. Stocker hat sich längst damit arrangiert. Ein Fan dieser Schnelllebigkeit ist er trotzdem nicht.

Auf die Tore folgt die Oberschenkelblessur

"Ist schon okay", sagte der Mittelfeldspieler und meinte damit zunächst seine Muskeln, "die medizinische Abteilung wird das schon hinkriegen." So viel zum Körper. Und zum Kopf? Die Fragen kommen. Wie ist es, plötzlich wieder wichtig zu sein? Oder anders: Wie hat es sich angefühlt, sechs Spiele lang außen vor zu sein? "Natürlich unglaublich positiv", sagte der Nationalspieler mit gespieltem Ernst, "ich bin jeden Tag mit einem Lachen in die Umkleidekabine gegangen und habe vor Selbstvertrauen gestrotzt." Wie gesagt: Er hat sich mit den Mechanismen der Branche arrangiert.

Wie sich sein Arrangement mit Hertha entwickelt, bleibt hingegen abzuwarten. Für Trainer Pal Dardai ist Stocker meist zweite Wahl. Nur 15 Spiele hat er in dieser Saison gemacht, nur vi...

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