Hertha-Pläne: Wird das Olympiastadion zum Millionengrab?

Herthas Pläne für eine reine Fußball-Arena ab dem Jahr 2025 werfen viele Fragen auf. Die Morgenpost gibt die wichtigsten Antworten.

Berlin.  Herthas Ankündigung, das Olympiastadion ab 2025 definitiv zu verlassen, um dann in einer reinen Fußballarena zu spielen, sorgt für Aufsehen. So klar hatten sich die Macher des Hauptstadt-Klubs noch nie positioniert. Für Diskussionen sorgen die beiden Standorte, die das Architektenbüro "Albert Speer + Partner" vorschlug. Die Wunschlösung wäre eine Arena mit 55.000 Plätzen im Olympiapark direkt neben dem Olympiastadion. Als ebenfalls geeignete Alternative ist der Brandenburg Park in Ludwigsfelde, neun Kilometer südlich der Stadtgrenze, ausgemacht worden. Diese Vorschläge werfen eine Menge Fragen auf. Die Morgenpost beantwortet sie.


Braucht Hertha wirklich eine ­Fußball-Arena?
Auf der Internetseite argumentiert die Klubführung: "Definitiv. Es geht um das wirtschaftliche und sportliche Überleben." Hertha wird von 1997 bis 2025 allein an Miete etwa 120 Millionen Euro gezahlt haben. Das Olympiastadion, nur gegen die Bayern und Dortmund regelmäßig ausverkauft, ist für den Liga-Alltag zu weitläufig und zu groß. Der Trend der vergangenen zehn Jahre in Fußball-Europa geht zu kleineren, engen Arenen mit hitziger Stimmung. Alle 17 Bundesliga-Konkurrenten spielen in Fußballstadien. Deshalb soll das neue Stadion "steil, nah und laut" sein.


Bringt eine Fußball-Arena einen höheren Zuschauerschnitt?
Hertha behauptet, dass in einer Fußball-Arena die Auslastung besser wird. Als Beleg gelten die Beispiele Bayern und Gladbach. Münchens altes Olympiastadion war zu 72 Prozent ausgelastet, seit dem B...

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