Am Mittwoch ist Baubeginn - Zweite Stammstrecke: Spatenstich per Radlader

Irene Kleber

Buzzer – und los! Heute startet am Marienhof symbolisch der Bau der zweiten S-Bahn- Stammstrecke. Es ist das größte und teuerste Bauprojekt Münchens seit Jahrzehnten.

München - Um Schlag 15 Uhr sollen sie heute alle gemeinsam auf den Buzzer drücken: Der Herr Ministerpräsident, der Bundesverkehrsminister, der OB und der Bahnchef.

Wenn dann der dicke Radlader vorm Festzelt auf dem Marienhof seine Schaufel anhebt und einen Berg Kies ausschüttet, ist er nach Jahren des Streits um Kosten, Streckenführung und Zoff mit Anwohnern immerhin symbolisch vollbracht: Der Startschuss zum Bau der zweiten S-Bahn-Stammstrecke.

Es ist das größte Infrastrukturprojekt in München seit Jahrzehnten. Und mit rund vier Milliarden Euro das teuerste in der Geschichte der Stadt (fünf Mal so teuer als 2001 geplant). Die Münchner müssen sich auf neun Jahre Bauzeit (bis 2026) einstellen – und einen großen Eingriff ins Stadtbild.

Wie also soll sie mal aussehen, die zweite Röhre?

DIE STRECKE

Auf rund zehn Kilometern Länge zwischen Laim (im Westen) und Leuchtenbergring (im Osten) entstehen parallel zur derzeitigen Strecke zwei neue Gleise. Kernstück: der Sieben-Kilometer-Tunnel, der Hauptbahnhof, Marienplatz und Ostbahnhof verbindet. Die beiden neuen Gleise werden aus Brandschutzgründen in getrennten Röhren geführt. Die verschwinden (von Laim kommend) kurz vor der Donnersberger Brücke unter der Erde und tauchen zwischen Ostbahnhof und Leuchtenbergring wieder auf der Oberfläche auf.

DIE NEUEN BAHNHÖFE

Es wird drei neue unterirdische Bahnhöfe geben: Hauptbahnhof, Marienhof und Ostbahnhof (siehe Kästen rechts). Weil mehrere U-Bahnen gekreuzt werden müssen, liegen die Stationen rund 40 Meter tief.
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