Hilfsprojekt vor Hamburgs Toren: „Lionbags“: Taschen aus alten Zementsäcken

Im ersten Stock einer Gründerzeitvilla an der Itzehoer Lindenstraße sitzt der Filmemacher Lars Bessel an seinem Schreibtisch. An den Wänden hängen Fotos, die den 50-Jährigen mit seiner Filmausrüstung im westafrikanischen Busch zeigen, umringt von vielen Kindern. „Ich möchte, dass diese Steppkes später eine Zukunft im eigenen Land haben und nicht nach Europa fliehen müssen“, sagt er. Bessel weiß, wovon er spricht: 2015 leitete er in Itzehoe ein Flüchtlingslager mit mehr als 1000 Geflohenen. „Wir müssen uns um die Fluchtursachen kümmern – und das machen wir jetzt.“

Mit „wir“ meint er sich und seine Frau Marion von Oppeln. 2017 waren die beiden das erste Mal für ein gemeinsames Buchprojekt in Sierra Leone. „No Food For A Lazy Man“, so heißt die erste deutschsprachige Reisepublikation, die daraus entstanden ist.

Während der Recherchen stieß das Ehepaar auf eine kleine Berufsschule in Kamakwie im Norden des Landes. Im ersten Schritt gründete das Paar einen Förderverein in Deutschland mit dem Namen „Mahmoo e.V.“, der seitdem vor allem Schülerstipendien finanziert (mit nur 15 Euro pro Jahr).

Doch eine Berufsausbildung bedeutet für die Menschen dort noch lange keinen Job. „Es gibt keine Firmen oder gar Fabriken und...Lesen Sie den ganzen Artikel bei mopo