Hillary Clinton kritisiert Ivanka Trump: "Man sollte sie dafür verantwortlich machen"

Hillary Clinton hat einiges über ihre politischen Gegner zu sagen – und das nicht nur in ihrem aktuellen Buch. (Bild: AP Photo/Patrick Semansky)

Nach ihrer Niederlage gegen Donald Trump bei den US-Präsidentschaftswahlen zog sie sich weitgehend aus der Öffentlichkeit zurück. Nun kehrt Hillary Clinton mit ihrem neuen Buch “What Happened” zurück ins Rampenlicht – und hält mit ihrer Meinung über politische Konkurrenten und Weggefährten nicht hinterm Berg.

Es war wohl Hillary Clintons bitterste Niederlage, als die demokratische Präsidentschaftskandidatin Ende November 2016 ihrem republikanischen Konkurrenten unterlag. Diesen Schlag verarbeitet Clinton nun in ihrem neuen Buch “What Happened”, in dem sie offen wie nie über Donald Trump, ihren innerparteilichen Konkurrenten Bernie Sanders sowie weitere Polit-Kollegen spricht.

Auch im Zuge der Promo-Aktionen für das Buch nimmt die ehemalige Außenministerin und Ehefrau des ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton kein Blatt vor den Mund. In einem Interview mit “Refinery 29” wurde sie über ihre Meinung zu Trumps Tochter und Beraterin Ivanka Trump befragt – und ob man sie als Mitverantwortliche sehen sollte.

Ivanka Trump gilt als eine der engsten und einflussreichsten Vertrauten ihres Vaters. (Bild: AP Photo/Alex Brandon)

Klare Aussage von Hillary Clinton

Clintons Antwort: “Alle, die mit ihm assoziiert werden … Sie sind entweder einverstanden mit dem, was er tut, oder sie sind es nicht. Und wenn sie es nicht sind, sollten sie das auch aussprechen oder kündigen. Aber wenn sie es still und leise hinnehmen und nur Lippenbekenntnisse gegenüber anderen Meinungen ablegen, dann sind sie Teil seiner Agenda und man sollte sie danach beurteilen und dafür verantwortlich machen.”

Auch über den US-Präsidenten hatte Clinton in diesem Interview nichts Gutes zu sagen: “Wenn jemand, der jetzt unser Präsident im Weißen Haus ist, diesen entwürdigenden Aussagen über Frauen eine Stimme gibt, der dabei aufgezeichnet wurde, wie er diese Dinge sagt, dann gibt es all jenen einen Freifahrtschein, die sich gegen Frauen aussprechen, gegen Fortschritt, gegen unsere Rechte. Und ich glaube, dass es wirklich wichtig für junge Frauen ist, zu sehen: Ja, wir haben Fortschritte gemacht, aber wir müssen auch weiterhin für uns selbst einstehen, füreinander einstehen, für die Gesetze einstehen, die wir brauchen, und den Sexismus bekämpfen, der so weitverbreitet ist, und dem Trump einen wirklichen Boost gegeben hat.“

In ihrem Buch, das in Deutschland am 12. September erschien, behandelt Clinton vermehrt das Thema Sexismus. Die “Washington Post” nennt “What Happened”  “einen Reiseführer durch unsere politische Arena”.


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