Der Himmel strahlt jetzt heller - Kolumnistin Kimberly Hoppe erinnert sich an Christine Kaufmann

Kimberly Hoppe

AZ-Kolumnistin Kimberly Hoppe erinnert sich an Christine Kaufmann – eine Frau, in die man sich nur verlieben konnte.

Sie liebt die morgendliche Dämmerung, wenn Stadt und Menschen, der ganze Trubel noch schlafen. Spätestens um sechs Uhr geht Christine Kaufmann jede Früh bei sich daheim in Schwabing raus auf den Balkon – ganz egal, ob es schüttet oder schneit. Sie trinkt dort ihren Kardamom-Tee. Atmet 20 Minuten lang kräftig ein und aus. Streckt sich dem Leben entgegen. Jetzt ist sie bereit. Der Tag kann kommen.

Gerne hat sie mich kurze Zeit später angerufen, mir amüsiert auf die Mailbox gesprochen, wohlwissend, dass ich noch schlafe: "Wahrscheinlich bist du gerade erst ins Bett, Liebes", sagt sie lachend. Auch wenn unsere Tagesabläufe um ein paar Stunden verschoben waren, so haben wir früh zusammengefunden. Durch die Abendzeitung, klar. Sie der Star, ich die Journalistin.

"Du schreibst, wie ich denke", sagt sie vor vier Jahren bei einem Treffen. "Lass uns ein Buch zusammen machen, ein freches." Wenige Tage vor ihrem Tod ist dieses Buch nun fertig geworden. Und mit der Zeit entwickelt sich zwischen Christine und mir eine Freundschaft, die so schön wie ungewöhnlich ist. Dass uns ein paar Jahre trennen? Wurscht. Ihre beiden Töchter sind zu dem Zeitpunkt unseres Kennenlernens weit weg von München.
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