"Historisch": Putin weiht neue Autobahn zwischen Moskau und St. Petersburg ein

Putin mit Bauarbeitern des Straßenprojektes

694 Kilometer Länge und fast zehn Jahre Bauzeit: In Russland ist die erste echte Schnellstraße zwischen Moskau und St. Petersburg vollendet worden. Die M11 zwischen den beiden größten Städten des Landes wurde am Mittwoch offiziell eingeweiht. Präsident Wladimir Putin pries die neue Autobahn zwischen der Hauptstadt und der westrussischen Metropole als "historisch" und beispiellos in der russischen Straßenbaugeschichte.

Die von einem Konsortium aus dem französischen Konzern BTP Vinci und der staatlichen russischen Bank VTB gebaute Schnellstraße reduziert die Fahrzeit zwischen den beiden Millionenstädten auf rund sechs Stunden. Ab 2020 soll sie auch für selbstfahrende Autos benutzt werden können, wie die russische Nachrichtenagentur RIA Novosti unter Berufung auf das Verkehrsministerium in Moskau berichtete.

Die Bauarbeiten für das Projekt hatten bereits im Jahr 2010 begonnen; begleitet wurde der Bau auch immer wieder von Protesten. In Moskau verläuft die Autobahn rund 43 Kilometer lang durch ein Waldgebiet.

Die Autobahn soll den Verkehr zwischen den beiden Städten entlasten. Verbunden sind Moskau und St. Petersburg unter anderem auch durch Hochgeschwindigkeitszügen, die die Strecke in rund vier Stunden schaffen. Russland ist der flächenmäßig größte Staat der Erde.