Hitlergruß und Morddrohung: Hitler-Bilder in Gefängniszelle aufgehängt

Seine Freiheitsstrafe wurde deswegen um drei Monate verlängert.

Seine rechtsradikale Gesinnung hat einem Häftling der Justizvollzugsanstalt eine Verlängerung seines Gefängnisaufenthaltes eingebracht. Der 35 Jahre alte Hartz-IV-Empfänger saß gerade seit vier Wochen seine siebenmonatige Haftstrafe wegen Körperverletzung ab, als er hinter Gitter eine erneute Straftat beging.

Denn die Wände seiner Zelle hatte er mit Bildern von Adolf Hitler dekoriert, diese mit Nazi-Parolen überschmiert und sich geweigert, bei einer Zellenkontrolle die immerhin verbotenen Bilder und Schriften zu entfernen. Als er trotz mehrfacher Aufforderung des Wachtmeisters nicht reagierte, kam es zum Eklat. Der Wachtmeister hatte die Unterlagen kurzerhand aus der Zelle entfernt und dabei nicht mit der Gegenwehr des Häftlings gerechnet. „Du kannst froh sein, dass hier nicht noch mehr von meiner Gesinnung einsitzen, sonst wärst du schon tot“, drohte der Angeklagte und setzte noch nach: „Ich zeig’ dir mal, was ein Arier mit dir macht“, rief er dem Wachmann hinterher, bewarf ihn mit Gegenständen und rief dazu „Heil Hitler“.

19 Vorstrafen

Die Anzeige wegen Bedrohung und Beleidigung wurde am Donnerstag im Prozess vor dem Amtsgericht verhandelt. Dort gab sich der glatzköpfige Angeklagte einsilbig, wollte zunächst gar nichts sagen und gab schließlich ein Teilgeständnis zu Protokoll, nachdem der Wachmann im Zeugenstand gehört wurde.

Die Staatsanwältin forderte eine viermonatige Haftstrafe, die Verteidigerin hielt eine Geldstrafe für ausreichend. Ihr Mandant sei zwar unbestritten mehrfach vorbestraft – insgesamt 19 Eintragungen waren im Vorstrafenregister aufgelistet. Allerdings waren dies ausschließlich Diebstahls- und Körperverletzungsdelikte.

Doch auch die Richterin hielt eine Freiheitsstrafe für unerlässlich, immerhin habe sich der Angeklagte in einem „historisch sensiblen Bereich“ strafbar gemacht. Sie verhängte eine dreimonatige Gefängnisstrafe, angesichts einer nicht vorhandenen günstigen Sozialprognose verweigerte sie eine Bewährung, die bei einem derart geringen Strafmaß sonst üblich ist....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta

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