Hitzerekord: 54,4°C im Death Valley

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Amerika wird zurzeit von einer albtraumhaften Hitzewelle heimgesucht. Im kalifornischen Death Valley wurde nun die möglicherweise höchste, auf zuverlässige Art aufgezeichnete Temperatur in der Geschichte gemessen.

Ein Fahrzeug fährt am 11. Juli durch das Death Valley in Kalifornien. (Frederic J Brown/AFP über Getty Images)
Ein Fahrzeug fährt am 11. Juli durch das Death Valley in Kalifornien. (Frederic J Brown/AFP über Getty Images)

In diesem Jahr waren weite Teile des Globus von Hitzewellen betroffen, darunter Kanada, die USA und Sibirien. Experten warnen, dass die Computermodelle möglicherweise die Folgen des Klimawandels unterschätzen haben.

Im Death Valley in Furnace Creek maß der nationale Wetterdienst der USA, der US National Weather Service, laut Berichten der Zeitung Guardian eine Temperatur von 54,4° C.

Wenn dies bestätigt wird, würde dies einem Rekord aus dem letzten Jahr entsprechen – und nahe an Werte von vor über einem Jahrhundert heranreichen, als die Messungen noch weniger zuverlässig waren.

Touristen reisen an, um die Hitze zu erleben

Richard Rader aus Scottsdale, Arizona erzählte, er sei mit dem Fahrrad am Sonntag ca. 16 km durch das Death Valley gefahren. Er sagte gegenüber Reuters: „Ich bin nur hierhergekommen, um zu sehen, wie heiß es wird.“ Die meisten Touristen verließen ihre klimatisierten Autos nur kurz, um für ein Foto mit dem Thermometer zu posieren.

USA: Viele Waldbrände im Westen

Der nationale Wetterdienst gab Warnungen vor übermäßiger Hitze in weiten Teilen der Region heraus und forderte Anwohner zur Vorsicht auf, da die hohen Temperaturen gesundheitsgefährdend sein können. Besonders für kleine Kinder und ältere Menschen birgt die Hitze ein hohes Risiko.

Die sengende Hitze, die sich über weite Teile des pazifischen Nordwestens ausgebreitet hat, setzt Stromnetze unter Druck und hat schwere Waldbrände ausgelöst. Darunter auch ein flammendes Inferno im Süden Oregons, das 1.200 Häuser und andere Gebäude bedroht.

Flammen-Inferno im Süden Oregons

Das Bootleg-Feuer, das am vergangenen Dienstag ausbrach, hatte bis Sonntagnachmittag über 580 Quadratkilometerim und um den Fremont-Winema National Forest dem Erdboden gleich gemacht und war noch nicht unter Kontrolle.

Die Bedingungen am Ort des Brandes waren so schwerwiegend, dass die 926 Feuerwehrleute laut Managern in manchen Fällen dazu gezwungen waren, „die Löscharbeiten abzubrechen und sich in vorgesehene Sicherheitszonen zu begeben“. Bisher wurden keine Todesopfer gemeldet.

Extreme Hitze in Nordamerika: Hunderte Tote bei fast 50 Grad

Die Flammen loderten entlang eines Hochspannungskorridors, der das Stromnetz von Oregon mit dem von Kalifornien verbindet. Die Beamten in beiden Staaten befürchteten, dass der Strom für Tausende von Haushalten und Unternehmen ausfallen könnte.

Die Bewohner Hunderter von Häusern wurden bereits zwangsevakuiert und das Klamath County Sheriffs Department sagte, dass es, falls nötig, Verhaftungen vornehmen werde, um Menschen aus diesen Gebieten fernzuhalten.

Bewohner in weiteren Teilen im Süden Oregons erhielten am Sonntag die Anweisung jetzt ihre Häuser zu verlassen, während noch mehr dazu aufgefordert wurden, sich „bereitzuhalten“.

Rob Waugh

VIDEO: Schweißtreibende Hitze im Tal des Todes

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