Hochschulen setzen fast durchgehend auf digitale Elemente in Lehrveranstaltungen

Hochschulausgaben auf 50 Milliarden Euro gestiegen

Die Digitalisierung ist an deutschen Hochschulen angekommen: 90 Prozent der Lehrveranstaltungen werden heute durch digitale Elemente ergänzt, wie die Bertelsmann-Stiftung am Donnerstag in Gütersloh unter Berufung auf eine eigene Umfrage unter Studenten, Dozenten und Universitätsleitungen berichtete. Demnach nutzen 92 Prozent der Lehrerenden Präsentationstools wie Power Point, jeder zweite Dozent stellt Materialien über Lernmanagementsysteme in elektronischer Form zur Verfügung.

Unterentwickelt ist nach Einschätzung der Stiftung gleichwohl der Einsatz komplexerer Ansätze mit neuen didaktischen Potenzialen - etwa digitale Simulationen und Planspiele, elektronische Tests oder komplett online abrufbare Vorlesungsreihen. Diese sogenannten Massive Open Online Courses (MOOC) spielten an den Universitäten noch "so gut wie keine Rolle".

Die Umfrage ist Bestandteil des von der Stiftung erstellten Monitors Digitale Bildung, der verschiedene Sektoren des Schul- und Bildungssystems analysiert. Für die Erhebung zu den Hochschulen wurden in ihrem Auftrag 2750 Studenten, 650 Dozenten sowie 85 Rektoren und Verwaltungsmitarbeiter befragt. Dazu kamen Interviews mit Entscheidungsträgern aus Politik und Ministerien.

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