Hockey: Ein Bundestrainer, der das Reden anderen überlässt

Überblick schützt vor Jubel nicht: Xavier Reckinger verfolgt in der Max-Schmeling-Halle das Geschehen von der Tribüne aus. Er meint, so kann er den deutschen Frauen am besten helfen

Berlin.  An der Zielsetzung für die Hallenhockey-WM haben die deutschen Frauen nie einen Zweifel gelassen. Die Gastgeber wollen in Berlin wieder ganz nach oben, nachdem sie vor drei Jahren den Titel an die Niederländerinnen hatten abgeben müssen. Ob es Gold wird, entscheidet sich am Wochenende. Am Sonnabendmittag spielt Deutschland im Viertelfinale zunächst gegen Polen (13.30 Uhr). Im Falle eines Sieges stünde in der Max-Schmeling-Halle noch am selben Abend das Halbfinale an. Die Männer stehen nach einem 3:0-Sieg gegen die Schweiz bereits in der Vorschlussrunde und treffen dort auf den Iran (16.30 Uhr/alle live bei Sport1).

Kleiner Dämpfer beim 2:2 gegen Australien

Zum Abschluss der Vorrunde reichte es für die deutschen Frauen gegen Australien nur zu einem 2:2. Für die K.o.-Runde kann etwas Beistand von oben also nicht schaden. Den bekommt das Team von jemandem, den man in seiner Funktion eher am Spielfeldrand vermuten würde. Stattdessen verfolgt Bundestrainer Xavier Reckinger die Auftritte seiner Mannschaft von einem Platz im Oberrang der Arena. Nur über ein Mikrofon ist der 33-Jährige mit seinen Kollegen auf der Bank verbunden.

Im Fußball wäre es undenkbar, dass Bundestrainer Joachim Löw sich als stiller Beobachter auf die Tribüne setzt und seinen Assistenten das Geschäft überlässt. Beim Hockey kommt so etwas häufiger vor, was daran liegt, dass es zwischen drinnen und draußen große Unterschiede gibt. Reckinger ist erfahren, bestritt auf dem Feld 328 Länderspiele für Belgien und nahm fü...

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