Hockey-Männer vor Südkorea: Kein "blaues Wunder erleben"

Bundestrainer Andre Henning will sich im Kampf um den Gruppensieg bei der Hockey-WM nicht von Konkurrent Belgien unter Druck setzen lassen. Im abschließenden Vorrundenspiel gegen Südkorea sei die deutsche Nationalmannschaft zwar "der Favorit", aber "wenn man nur in die Partie geht und sagt, es geht darum, den Gegner aus dem Stadion zu schießen, dann können wir auch ein blaues Wunder erleben", sagte er dem SID am Donnerstag.

Die Auswahl des Deutschen Hockey-Bundes (DHB) liegt derzeit in der Gruppe B punktgleich hinter den Belgiern, die zwei Tore mehr auf dem Konto haben. Am Freitag trifft das DHB-Team zum Abschluss der Gruppenphase im indischen Rourkela auf Südkorea (14.30 Uhr), Titelverteidiger Belgien spielt zuvor gegen Japan (12.30 Uhr/beide DAZN). Sollten beide Mannschaften gewinnen, entscheidet die Tordifferenz über den Gruppensieg, der den direkten Einzug ins Viertelfinale bedeutet.

"Dadurch, dass Belgien vor uns im gleichen Stadion spielt, werden wir deren Ergebnis zwangsläufig mitbekommen", sagte Henning. Gegen Südkorea gehe es dennoch "erst einmal darum, unsere Performance abzuliefern", der Gegner sei technisch gut.

"Wenn es das Spiel hergeben sollte, dass wir mit ein, zwei Toren noch Gruppensieger werden können, dann werden wir uns taktisch schon darauf einstellen, etwas mehr die Initiative zu übernehmen, Druck auszuüben und risikofreudiger zu spielen", sagte Henning.

Die Zwischenrunde hat Deutschland nach dem Sieg gegen Japan (3:0) und dem Unentschieden gegen Belgien (2:2) schon sicher. In den sogenannten Crossover-Spielen ermitteln die Gruppenzweiten und -dritten die weiteren Viertelfinalteilnehmer.