Hohe Beteiligung erwartet: Lange Schlangen vor Wahllokalen in Südafrika

Bei der Parlamentswahl in Südafrika haben sich bis kurz vor Schließung der Wahllokale um 21 Uhr am Mittwoch lange Schlangen gebildet. Bei der laut Analysten unberechenbarsten Wahl seit dem Ende der Apartheid vor 30 Jahren könnte der Afrikanische Nationalkongress (ANC)erstmals seine absolute Mehrheit verlieren. (GIANLUIGI GUERCIA)
Bei der Parlamentswahl in Südafrika haben sich bis kurz vor Schließung der Wahllokale um 21 Uhr am Mittwoch lange Schlangen gebildet. Bei der laut Analysten unberechenbarsten Wahl seit dem Ende der Apartheid vor 30 Jahren könnte der Afrikanische Nationalkongress (ANC)erstmals seine absolute Mehrheit verlieren. (GIANLUIGI GUERCIA)

Bei der Parlamentswahl in Südafrika zeichnet sich eine hohe Wahlbeteiligung ab. Vor den Wahllokalen, die um 21.00 Uhr schlossen, bildeten sich am Mittwochabend lange Schlangen. Bei der möglicherweise historischen Wahl könnte der seit dem Ende der Apartheid vor 30 Jahren regierende Afrikanische Nationalkongress (ANC) erstmals seine absolute Mehrheit verlieren. Die Partei von Staatschef Cyril Ramaphosa müsste sich in diesem Fall Koalitionspartner suchen.

27,6 Millionen Bürger in Südafrika konnten über die Besetzung des 400 Sitze starken Parlamentes abstimmen, das im Juni dann den neuen Präsidenten bestimmen wird.

Die Wahlkommission erklärte, sie rechnete damit, dass deutlich mehr Menschen als bei der Wahl 2019 ihre Stimme abgeben. Damals stimmten 66 Prozent der registrierten Wählerinnen und Wähler ab. Mit offiziellen Ergebnissen wird erst am Wochenende gerechnet.

Zweitplatzierter hinter dem ANC in den Umfragen war die Mitte-Rechts-Partei Demokratische Allianz. Ihr wurden 25 Prozent der Stimmen vorhergesagt. Mit Spannung wurde auch das Abschneiden der neuen Partei MK des ehemaligen Präsidenten und ANC-Vorsitzenden Jacob Zuma erwartet, die in den Umfragen bei 14 Prozent lag. Die linksradikale Partei EFF von Ex-ANC-Funktionär Julius Malema könnte Meinungsforschern zufolge auf zehn Prozent der Stimmen kommen.

Die Wähler entschieden am Mittwoch auch über die Zusammensetzung der neun Provinzversammlungen.

kü/bfi