Hohe Flammen und dichter Smog: Waldbrände in Sibirien nehmen kein Ende

In Sibirien wüten die schweren Waldbrände weiter - betroffen sind vor allem die Regionen Irkutsk, Krasnojarsk und Burjatien. Wissenschaftler sind durch die vielen Feuer im hohen Norden diesen Sommer alarmiert, darunter auch in Alaska und Kanada. Die Zahl der Brände sei um ein Vielfaches höher als in den vergangenen Jahren. Eine Rolle spielen dabei laut den Forschern auch trockene Böden und hohe Temperaturen. Laut dem Atmosphärenüberwachungsdienst CMAS waren im Gebiet der Waldbrände in Sibirien die Juni-Temperaturen durchschnittlich fast zehn Grad höher als im Durchschnitt zwischen 1981 und 2010.

Der Smog hat sich inzwischen über sechs russische Zeitzonen ausgebreitet - auch in Großstädten wie Krasnojarsk, Nowosibirsk und Tomsk haben die Menschen damit zu kämpfen. Lokale Medien berichten, dass viele der Feuer in schwer zugänglichen Gebieten ausgebrochen sind. Statt für die Löschkosten aufzukommen würden lieber die verursachten Schäden in Kauf genommen.

In den sozialen Medien regt sich dagegen Protest. Die Umweltorganisation Greenpeace hat unterdessen eine Petition gestartet. Darin werden die Behörden unter anderem aufgefordert, Maßnahmen zur Bekämpfung der Flammen zu ergreifen und ausreichend Informationen zur Luftverschmutzung bereitzustellen.