"Holt sie heim" - Tausende demonstrieren für die von der Hamas verschleppten Geiseln

Tausende sind in Tel Aviv und anderen israelischen Städten für die Befreiung der von der Hamas verschleppten 239 Geiseln auf die Straße gegangen. Holt sie heim, stand auf den Plakaten.

Vor dem Haus von Ministerpräsident Benjamin Netanjuhu in Caesaria demonstrierten Menschen und verlangten seinen Rücktritt.

Die islamistische Palästinenserorganisation Hamas hat nach israelischer Darstellung die Kontrolle über den nördlichen Teil des Gazastreifens verloren. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagte am Samstagabend, Hamas-Kämpfer hätten «keinen sicheren Ort mehr, um sich zu verstecken». Auch das Militär hatte zuvor mitgeteilt, die Hamas kontrolliere den Norden des Küstenstreifens nicht mehr.

Netanjahu sagte, von Hamas-Chef Jihia al-Sinwar «bis zum letzten Terroristen» seien alle todgeweiht. Die Armee habe bereits Tausende Terroristen getötet, darunter auch «Kommandeure, die das schreckliche Massaker am 7. Oktober angeführt haben».

Es werde keine Waffenruhe ohne Rückführung der Geiseln geben, bekräftigte Netanjahu. Zu diplomatischen Bemühungen um eine Freilassung sagte er, man werde die Familien informieren, sobald es etwas Konkretes gebe. Bis dahin sei es besser, zu schweigen.

Netanjahu erklärte erneut, Israel wolle nach einem Sieg über die Hamas die Sicherheitskontrolle im Gazastreifen behalten. Der Küstenstreifen müsse entmilitarisiert werden, damit er keine Bedrohung mehr für Israel darstellen könne. Die Armee werde Gaza kontrollieren, solange dies notwendig sei, sagte Netanjahu.

Auslöser des Krieges war das schlimmste Massaker in der Geschichte Israels, das Terroristen der islamistischen Hamas sowie anderer extremistischer Palästinenserorganisationen am 7. Oktober in Israel nahe der Grenze zum Gazastreifen verübt hatten.