Hongkong: Nach Demonstrationen erneute Zusammenstöße

Nach den gewalttätigen Ausschreitungen an Heiligabend ist es in Hongkong auch am ersten Weihnachtstag zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen.

Nahe dem Einkaufszentrum Mong Kok gingen Sicherheitskräfte mit Tränengas, Gummigeschossen und Schlagstöcken gegen die Prostierenden vor.

Kritik von Regierung

Die Regierung der chinesischen Sonderverwaltungsregion verurteilte die Randale. Unruhestifter hätten Straßen blockiert, Geschäfte beschädigt, Brände gelegt und Polizeibeamte angegriffen. Die soziale Ordnung und auch die Feiertagsstimmung seien "ernsthaft gestört" worden, heißt es aus Regierungskreisen.

Zuvor hatten sich Demonstranten zusammengefunden, um gegen Regierungschefin Carrie Lam und für mehr Demokratie auf die Straße zu gehen. Auch in anderen Teilen Hongkongs kam es zu Protesten.

Kostenloses Essen für Demonstranten

Die Demonstrierenden erhalten indes viel Unterstützung. Ein Restaurant bot den Aktivisten zu Weihnachten ein kostenloses Abendessen an.

In den vergangenen Wochen waren die Proteste etwas zurückgegangen. Doch dann gab es im Internet Aufrufe zu weiteren Aktionen über die Feiertage, um die Bewegung aufrecht zu erhalten.