Hongkonger Polizei betrachtet M&M's als Gefahr für nationale Sicherheit

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In Hongkong wurden drei weitere Aktivisten verhaftet. Nach Ansicht der Sicherheitsbehörden wollten sie Gefängnisinsassen unter anderem mit Lebensmittel versorgen und auf diese Weise eine "Revolution" anzetteln. Zu den "Waffen" gehörten auch die Schokolinsen M&M's.

M&M's schmecken nicht nur lecker, nach Ansicht chinesischer Sicherheitsbehörden stellen sie auch eine Gefahr für die nationale Sicherheit dar. (Bild: Getty Images)
M&M's schmecken nicht nur lecker, nach Ansicht chinesischer Sicherheitsbehörden stellen sie auch eine Gefahr für die nationale Sicherheit dar. (Bild: Getty Images)

M&M's – für die einen sind sie klein und rund, süß und lecker. Für andere, namentlich chinesische Sicherheitsbehörden, stellen die Schokolinsen eine große Gefahr für die nationale Sicherheit dar. Deshalb wurden am Montag in Hongkong drei Aktivisten verhaftet. Ihr Vergehen: Sie wollten Gefängnisinsassen mit Lebensmitteln und anderen Waren des täglichen Bedarfs versorgen und auf diese Weise – so die Ansicht der Behörden – zu einem Systemsturz beitragen.

Mit Keksen und Baby-Puder gegen Peking

In einer Stellungnahme erklärte der Leiter der Hongkonger Polizei, Steve Li, dass die Frau und die beiden Männer einen "Krieg" oder eine "Revolution" gegen die Regierungen in Hongkong und China anzetteln wollten. Zuvor hatten die Sicherheitskräfte der chinesischen Sonderverwaltungszone ein Lager ausgehoben, das in Verbindung mit den 18- bis 20-jährigen Aktivisten stehen soll. Zu den beschlagnahmten Gegenständen gehörten laut Nikkei Asia neben Lebensmitteln wie Kekse und Schokolade auch Hygieneartikel, darunter Feuchttücher und Baby-Puder.

Die Sorge der Offiziellen in China scheint groß, dass die Versorgung der Gefängnisse mit bestimmten Waren zu einer subversiven Stimmung unter den Insassen führen könnte. Es würden "Privilegien" hinter Gittern geschaffen, sagte Honkongs Staatssekretär für Sicherheit, Chris Tang, Anfang des Monats. Manche Gefangene nutzten diese Privilegien aus, um ihren Einfluss auf andere auszubauen. Dadurch werde der "Hass auf Hongkong und die Zentralregierung" weiter geschürt und die "nationale Sicherheit" gefährdet.

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Im Recht werden sich die Verfechter dieser Auffassung auch angesichts der Vorkommnisse in einem Gefängnis in diesem Monat fühlen. Laut Nikkei Asia war es dort zu Ausschreitungen gekommen, nachdem das Personal bei einer nicht angekündigten Durchsuchung der Zellen von sechs Gefangenen verbotene Gegenstände wie Haarnadeln beschlagnahmt hatte.

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