Huawei streicht mehr als 600 Stellen in US-Forschungszentrum

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Der chinesische Telekommunikationsausrüster Huawei streicht mehr als 600 Stellen in seinem Forschungs- und Entwicklungszentrum in den USA. Grund seien die "Einbußen in den Geschäften" wegen der Sanktionen der USA gegen den Konzern, teilte Huawei am Dienstag mit. In dem Zentrum in Texas, Futurewei Technologies, arbeiten nach Angaben der Finanznachrichtenagentur Bloomberg derzeit mehr als 750 Menschen.

Huawei erklärte, "Entscheidungen wie diese" seien nicht einfach. Die betroffenen Angestellten erhielten Abfindungen.

Die US-Regierung stuft den Netzwerkausrüster wegen seiner angeblichen Verbindung zur Regierung in Peking als Risiko für US-Sicherheitsinteressen ein. US-Firmen dürfen de facto keine Ausrüstung von Huawei kaufen und ihre Produkte auch nicht mehr ohne Erlaubnis an den chinesischen Konzern verkaufen.

Das Weiße Haus teilte am Montag mit, die Chefs der großen US-Technologiekonzerne unterstützten Präsident Donald Trump in diesem Kurs. Das hätten sie bei einem Treffen in Washington versichert. Teilnehmer waren demnach Sundar Pichai von Google, Chuck Robbins vom Netzwerkausrüster Cisco sowie Robert Swan von Intel, Sanjay Mehrota von Micron, Steven Mollenkopf von Qualcomm und Hock Tan von Broadcomm - also den großen Chipherstellern des Landes.