Hubertus Meyer-Burckhardt: "Das Ende ist eingepreist"

Christian Horwedel

"Ich habe gerade die beste Zeit meines Lebens" , sagte Hubertus Meyer-Burckhardt am Dienstagabend bei "Markus Lanz" im ZDF. Der Krebs habe sein Leben zum Guten verändert, erzählte er. Dabei hat er sich auch schon Gedanken über seine Beerdigung gemacht.

Berührendes Bekenntnis von Hubertus Meyer-Burckhardt: "Ich bin noch nie so glücklich gewesen in meinem Leben wie im Moment. Es stimmt alles!" Vor kurzem hat der Produzent und TV- Moderator seine Krebserkrankung öffentlich gemacht. Bei "Markus Lanz" im ZDF erzählte er am Dienstagabend, dass mit der Diagnose ("kein Lungenkrebs) alles ein bisschen freier und leichter geworden sei. "Ich habe gerade die beste Zeit seines Leben!" Wobei er nicht nur glückliche Momente erlebe: "Ich bin aber auch deshalb häufig so traurig, obwohl ich glücklich bin, weil ich weiß, dass diese Zeit nicht ewig geht. Das Ende ist eingepreist!" Die Krankheit sei aber "im Griff", versicherte er.

Von der Diagnose habe er vor zwei Jahren ausgerechnet auf der Beerdigung einer Freundin seiner Frau erfahren. "Wir standen vor der Kirche, als das Krankenhaus anrief und sagte: Der Befund ist positiv!" Bereuen tue er in seinem Leben vor allem eines, wie er in seinem neuen Buch "Die ganze Scheiße mit der Zeit" schreibt: den verschwenderischen Umgang mit der Zeit. "Ich bin mit ihr umgegangen wie der verwöhnte Erbe mit dem Geld seines Vaters." Er habe zu viele Kompomisse geschlossen, und er wolle auch nicht mehr jede Freundschaft pflegen. Manche habe er jetzt aussortiert.

Gedanken über seine Beerdigung hat er sich auch schon gemacht, sagte Meyer-Burckhardt bei Lanz. Sie soll im Wald stattfinden, seiner "bevorzugten Landschaftsform". Seine engsten Freunden sollen dann an einer langen Tafel sitzen und müssen drei Rod-Stewart-Songs auswendig intonieren. "Ich bin dann auf Wolke Sieben und gleite langsam weg, und die Freunde hauen sich einen hinter die Binde."