Humboldt Forum: Eine Revolution macht keiner allein

Chefkurator für die Berlin-Schau im Humboldt Forum: Paul Spies im Kulturausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses. Er leitet auch das Stadtmuseum

Berlin. Die Chemie stimmt, das sehen alle. Paul Spies und Berlins Kultursenator umarmen sich, links, rechts, Schulterklopfen. "Hallo, mein Lieber", sagt Klaus Lederer, "alles wird gut". Spies, Chefkurator der Berlin-Ausstellung im Humboldt Forum stellte gestern im Kulturausschuss des Abgeordnetenhauses erstmals konkrete Raumkonzeptionen vor. Die Vorbereitungen laufen im Zeitplan, "alles im Fluss", sagte Spies. Im Spätherbst kann sein Team ins rekonstruierte Stadtschloss einziehen und mit den Vorbereitungen beginnen. Das Humboldt Forum soll im Herbst 2019 eröffnen.

Zehn Minuten hat er, um "Berlin und die Welt" zu erklären. 22 Minuten werden es, denn Spies' Berliner Universum auf 4000 Quadratmetern ist groß. Mindestens sieben Themenwelten werden interaktiv verhandelt: Revolution, Freiheit, Grenzen, Vergnügen, Krieg, Mode und Migration. "Jeder Raum wird eine Welt für sich", erzählt er. Eine riesige Drehscheibe im Revolutionsraum soll klarmachen: Eine Revolution macht nicht einer alleine. Eins ist klar, es wird alles andere als eine herkömmliche Museumsausstellung, kein City-Marketing und auch Vitrinen wird der Besucher nur wenige vor sich sehen.

Mit der Schau möchte Spies "Brücken schlagen", vom Berlin "draußen vor der Tür" hin zu den außereuropäischen Sammlungen aus Dahlem im zweiten und dritten Stock. "Wir wollen auch klarmachen, dass Berlin Geschichte geschrieben hat in der Welt, und das war nicht alles positiv." Der Meinung ist auch der Kultursenator: "Ich erwarte, dass die Ausstellun...

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