Die Hundehalsband-Designerin: Gabi Weisner wohnt im buntesten Haus in Köln-Weiß

Gabi Weisner lebt mit ihrer Familie in dem knalligsten Haus des Örtchens.

Dieses kleine bunte Haus steht in Weiß. Gebaut wurde es 1845 in der Straße Auf der Ruhr und gehörte wohl einem der zahlreichen Weinbauern in dieser Gegend. Seit fast 30 Jahren wohnt hier Gabi Weisner mit ihrer Familie. Eigentlich fand Frau Weisner das kleine Häuschen ganz niedlich, aber auch etwas langweilig.

Klinker und dunkelgrüne Fensterläden, das war in der Straße die Normalität. Auf einer Reise nach Singapur haben sie und ihre Tochter Celina dann ganze Straßenzeilen mit knallbunten Häuserfassaden und Fensterläden entdeckt. Da sei schnell klar gewesen: „Das wollen wir auch.“

Hausnummer unnötig

„Zurück in Köln bin ich mit meinem Enkel in den Baumarkt. Wir haben uns die Farbpalette angeschaut und uns für Pink und Türkis entschieden. Mein Lebensgefährte hat, nach anfänglicher Skepsis, die vier Fensterläden nach meinen Anweisungen gestrichen“, erinnert sich Gabi Weisner. Das war vor vier Jahren, bislang hat sie ihre Entscheidung nicht bereut. Es sei auch sehr praktisch, fügt Tochter Celina hinzu, denn man brauche keinem Besucher die Hausnummer zu nennen.

Als Angabe reiche es aus, auf das Haus mit den bunten Fensterläden hinzuweisen, niemand verfehle es. Auch Spaziergänger und Touristen würden es häufig fotografieren. Und die Nachbarn, nun, die hüllten sich in Schweigen: „Weiß ist ein Dorf, da kritisiert man den Nachbarn nicht direkt. Es ist mir auch egal, ich steh dazu. Ich liebe Farbe“, sagt Gabi Weisner, die in ihrem bunten Haus eine kleine Werkstatt für Luxus-Hundehalsbänder und Hundeleinen betreibt.

Vor zehn Jahren entstand das erste Hundehalsband

Vor zehn Jahren hat sie das erste Hundehalsband entworfen und angefertigt. Dann hat sie rasch gemerkt, dass sie in eine Marktlücke gestoßen ist. Heute reicht ihre Kundschaft bis nach England und in die Schweiz. Jedes Halsband und die dazu passende Hundeleine aus ihrer Werkstatt sind Unikate, kosten zwischen 69 Euro und 290 Euro.

Die Kunden bekommen mit ihrem Vierbeiner einen Termin für das Aufmaß und können vor Ort entscheiden, welche Lederfarbe und welches Modell sie möchten. „Früher bin ich auf Messen gegangen. Das mache ich heute nicht mehr, denn der Luxuskunde geht nicht auf eine Messe. Der Luxuskunde geht in eine Hundeboutique.“ Oder er kommt in das kleine bunte Haus nach Weiß....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta

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