Hunderttausende gläubige Schiiten strömen zu Mausoleum in Bagdad

Gläubige drängen sich um symbolischen Sarg des Imams

Hunderttausende gläubige Schiiten sind am Sonntag in Bagdad zum Mausoleum des im Jahr 799 ermordeten Imams Mussa al-Kadhim geströmt. Auf dem Weg zum Schrein im nördlichen Viertel Kadhimija schlugen sich die Pilger auf Kopf und Brust, andere versuchten einen nachgemachten Sarg zu berühren, der zum Mausoleum getragen wurde. Nach schiitischem Glauben ist der Imam ein direkter Nachfahre des Propheten Mohammed.

Um die Gläubigen vor möglichen Attentaten zu schützen, gab es massive Sicherheitsmaßnahmen. Die Veranstalter des Pilgerereignisses schätzen, dass in den vergangenen Jahren etwa zehn Millionen Pilger in das Viertel kamen, um der Vergiftung des Imams zu gedenken.

Wichtigste schiitische Pilgerfahrt ist das alljährliche Arbain-Fest in Kerbela zum Gedenken an den Imam Hussein, Enkel des Propheten, den Truppen des sunnitischen Kalifen Jasid im Jahr 680 töteten. Sein Tod in der Schlacht von Kerbela besiegelte die Spaltung der Muslime in Schiiten und Sunniten.

Mit Yahoo Nutzung stimmen Sie zu, dass Yahoo und Partner Cookies für Personalisierungs- und andere Zwecke nutzen