Hunderttausende bei Papst-Messe nördlich von Mailand

Bei der Papst-Messe im Park von Monza

In der Nähe von Mailand haben am Samstag hunderttausende Gläubige an einer Papst-Messe teilgenommen. Die Messe wurde von Papst Franziskus im Park von Monza, 25 Kilometer nördlich von Mailand, bei strahlendem Sonnenschein zelebriert. Die katholische Diözese gab die Teilnehmerzahl mit einer Million Menschen an, die italienische Polizei hielt sich mit Schätzungen zurück.

In seiner Ansprache an die Gläubigen sagte der Papst, die Italiener seien ein "großes Volk Gottes", dessen Reichtum darin liege, "multikulturell und multiethnisch" zu sein. Die Italiener seien aufgerufen, Einflüsse von außen "aufzunehmen und mit Respekt und Kreativität zu integrieren".

Das katholische Kirchenoberhaupt begann den Besuch in Norditalien mit einem Besuch des Problemviertels Case Bianche - einer Ansammlung von mehreren hundert Wohnblöcken aus den 70er Jahren, die inzwischen weitgehend verfallen sind. Wie alle Trabantenstädte sei auch diese "ein wenig vergessen worden von denen, die für sie verantwortlich sind", sagte der Gemeindepfarrer Augusto Bonora.

Der Papst begab sich auch in den berühmten Mailänder Dom, in dem er mit Geistlichen zusammentraf. Der Erzbischof von Mailand, Angelo Scola, gab bei dieser Gelegenheit bekannt, dass die Diözese 50 Wohnungen für Obdachlose bereitstellen werde. Zu den Besuchsstationen des Papstes gehörte auch das San-Vittore-Gefängnis, in dem er hinter verschlossenen Türen mit Häftlingen und Justizvollzugspersonal zusammentraf.

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