Hungrige Bären werden zur Gefahr für Touristen

Der Kurilensee auf der russischen Halbinsel Kamtschatka ist Lebensraum für Tausende von Bären und Touristenmagnet. Doch für Besucher ist ein Teil des Wildparks derzeit geschlossen. Zu groß ist die Gefahr, von einem der hungrigen Raubtiere angegriffen zu werden.

Pyotr Shpilenok, Sprecher des "Kronotsky Nature Reserve", erklärt: "Es gibt nicht so viele Orte, an denen die Bären fressen können. In diesem Jahr gibt es praktisch keine, denn die Lachse haben fast alle an derselben Stelle im Kurilensee gelaicht. Und die Bären sind es gewohnt, in Flüssen zu fischen, wo der Wasserstand niedriger ist."

Normalerweise gibt es zu dieser Jahreszeit reichlich Lachs für die Bären. Doch nun sind sie gezwungen, anderes Futter zu suchen. Sie betteln auch bei Touristen und werden immer aggressiver. Und so bleibt die beliebte Wanderroute vorerst geschlossen.