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Huthi-Rebellen greifen erneut Frachtschiffe im Roten Meer an

Die Huthi-Rebellen im Jemen haben erneut Handelsschiffe im Roten Meer angegriffen und mindestens eines davon beschädigt. Das US-Militär teilte unterdessen mit, zwei Schiffsdrohnen der Huthis beschossen zu haben. (MOHAMMED HUWAIS)
Die Huthi-Rebellen im Jemen haben erneut Handelsschiffe im Roten Meer angegriffen und mindestens eines davon beschädigt. Das US-Militär teilte unterdessen mit, zwei Schiffsdrohnen der Huthis beschossen zu haben. (MOHAMMED HUWAIS)

Die Huthi-Rebellen im Jemen haben erneut Handelsschiffe im Roten Meer angegriffen und mindestens eines davon beschädigt. Bei den Schiffen habe es sich um das US-Frachtschiff "Star Nasia" und das britische Frachtschiff "Morning Tide" gehandelt, erklärte Huthi-Sprecher Jahja Saree am Dienstag. Das US-Militär teilte unterdessen mit, zwei Schiffsdrohnen der Huthis beschossen zu haben.

Die britische Sicherheitsfirma Ambrey erklärte, ein britisches Frachtschiff sei vor der Küste des in weiten Teilen von den Huthi-Rebellen kontrollierten Jemen beschossen worden. Zunächst hatte Ambrey einen Drohnenangriff gemeldet. Später teilte das Unternehmen mit, es habe sich um ein Geschoss gehandelt, dass "von einem kleinen Boot aus" abgefeuert worden sei. Das Projektil habe das Schiff nicht direkt getroffen, sei aber nahe daran explodiert.

Wie Ambrey mitteilte, erlitt das unter der Flagge von Barbados fahrende britische Schiff "leichte Schäden" an seiner linken Seite, verletzt wurde niemand. Der Angriff ereignete sich den Angaben zufolge westlich der jemenitischen Hafenstadt Hodeida. Laut Ambrey vollzog das Frachtschiff mehrere "Ausweichmanöver" und setzte seine Fahrt in Richtung der Meerenge Bab al-Mandeb fort, die das Rote Meer mit dem Golf von Aden verbindet.

Die britische Marineschifffahrtsleitung UKTMO bestätigte, dass das Fenster eines Frachters 57 Seemeilen (rund 105 Kilometer) westlich von Hodeida "leicht" beschädigt worden sei.

Zuvor hatten die US-Streitkräfte erklärt, in der Region zwei ferngesteuerte und mit Sprengstoff beladene Boote der Huthi-Rebellen beschossen zu haben. Die beiden "explosiven unbemannten Wasserfahrzeuge" hätten eine "akute Bedrohung für Schiffe der US-Marine und für Handelsschiffe in der Region" dargestellt, erklärte das für den Nahen Osten zuständige US-Regionalkommando Central Command am Montag. Der Angriff auf die beiden Drohnenschiffe sei deswegen "in Selbstverteidigung" erfolgt.

Die USA haben in den vergangenen Wochen - allein oder zusammen mit Großbritannien - eine Reihe von Stellungen der vom Iran unterstützten Huthis bombardiert. Washington und London reagieren damit auf die Serie von Angriffen der Miliz auf Handelsschiffe im Roten Meer und im Golf von Aden.

Die Huthis sehen sich als Teil der gegen Israel gerichteten selbsternannten "Achse des Widerstands", der auch die radikalislamische Hamas im Gazastreifen angehört. Die Miliz nimmt nach eigenen Angaben Schiffe mit einem Bezug zu Israel ins Visier. Die Angriffe haben gewaltige Auswirkungen auf die Schifffahrt im Roten Meer, eine sehr wichtige internationale Handelsroute.

ma/ck