Huthi-Rebellen: Haben Ölanlage in Saudi-Arabien getroffen

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SANAA (dpa-AFX) - Die Huthi-Rebellen im Jemen haben nach eigenen Angaben erneut eine Ölanlage in Saudi-Arabien angegriffen. Ein Marschflugkörper habe eine Anlage des staatlichen Ölkonzerns Saudi Aramco <SA14TG012N13> in der Küstenstadt Dschidda "präzise getroffen", teilte der Huthi-Militärsprecher Jahja Sari am Donnerstag mit. Von Saudi-Arabien gab es dafür zunächst allerdings keine Bestätigung.

Das von Saudi-Arabien geführte Militärbündnis, das im Jemen gegen die Huthis kämpft, fing nach eigenen Angaben eine ballistische Rakete der Rebellen im Südwesten Saudi-Arabiens ab. Die Huthis hätten diese in Richtung des Küstenorts Dschasan abgefeuert. Den mutmaßlichen Angriff auf die Ölanlage in Dschidda kommentierte das Bündnis nicht.

Die Huthis hatten bereits im November erklärt, eine Aramco-Anlage in Dschidda mit einem Marschflugkörper getroffen zu haben. Aramco zufolge verursachte der Angriff eine Explosion und einen Brand in einem Tank an einer Verteilerstation; die Ölversorgung war demnach aber nicht beeinträchtigt. 2019 kam es zu zwei Angriffen auf Aramco-Anlagen. Die Huthis beanspruchten die Attacken für sich. Die USA machten dagegen den Iran verantwortlich, der eine Verantwortung für die Angriffe bestritt.

Die schiitischen Huthi-Rebellen, die vom Iran unterstützt werden, greifen immer wieder mit Drohnen und Raketen in Saudi-Arabien an. Das sunnitische Königreich kämpft im benachbarten Jemen gegen die Huthis und will den Einfluss des Irans in der Region zurückdrängen. Die Rebellen hatten ihre Angriffe in vergangenen Monaten verstärkt. Zuletzt hatte Saudi-Arabiens Luftabwehr auch mehrfach Geschosse über Riad abgefangen.

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