Hygiene darf nicht ins Auge gehen

·Lesedauer: 1 Min.
Spender mit Desinfektionsmittel befinden sich häufig auf Augenhöhe kleiner Kinder.
Spender mit Desinfektionsmittel befinden sich häufig auf Augenhöhe kleiner Kinder.

Seit der Corona-Pandemie sind alkoholische Desinfektionsmittel in so gut wie jedem Haushalt zu finden. Was gut für die Hygiene ist, kann Kindern jedoch gefährlich werden.

Köln (dpa/tmn) - Spender mit Desinfektionsmitteln gehören auf keinen Fall in die Reichweite von Kindern. Darauf weist der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) hin. Gehen Spritzer davon ins Auge, drohen gefährliche Verletzungen.

Schmerzen, Kribbeln und Bindehautrötung gehören noch zu den leichten Symptomen, im schlimmsten Fall wird die Hornhaut geschädigt. Hat ein Kind Desinfektionsmittel ins Auge bekommen, sollten Eltern die Augenlider des Kindes aufspreizen und das Auge etwa 15 Minuten unter fließendem Wasser ausspülen. Danach außerdem einen Augenarzt aufsuchen.

Nicht nur zu Hause können Desinfektionsmittel dem Kind gefährlich werden, Vorsicht ist auch am Eingang von Lebensmittelgeschäften geboten. Die dort häufig aufgestellten Spender befinden sich nämlich oft auf Augenhöhe kleiner Kinder.

Und noch aus einem weiteren Grund gehören die chemischen Mittel nicht in die Reichweite der Kleinen: Trinkt ein Kind von einem Mittel auf Alkoholbasis, reichen schon geringe Mengen für eine Alkoholvergiftung. Anzeichen sind Verwirrung, Erbrechen und Benommenheit bis hin zum Krampfanfall und zu Atemproblemen. In so einem Fall muss sofort der Notarzt gerufen werden. (www.kinderaerzte-im-netz.de)