Mit "Ice on Fire" will Leonardo DiCaprio die Welt retten

Er ist seit Teenagerzeiten ein Filmstar, doch seine große Leidenschaft gehört dem Klimaschutz: Leonardo DiCaprios aktuelle Dokumentation „Ice on Fire“ läuft Ende September erneut bei Sky.

Schon im Jahr 1998, also mit 24 Jahren – ungefähr zwischen seinen Filmerfolgen mit “Titanic” (1997) und „The Beach“ (2000)  – gründete Leonardo DiCaprio seine Stiftung. Mit der “Leonardo DiCaprio Foundation” setzt sich der Schauspieler seither für den Umweltschutz und gegen die globale Erwärmung ein, außerdem unterstützt er ein umweltfreundliches Rennteam und hält regelmäßig flammende Reden auf Wirtschaftsforen und bei Klimagipfeln. 

Überhaupt scheint es so, als ob DiCaprio, der ansonsten vor allem mit Frauengeschichten und wirklich, wirklich guten Filmrollen Schlagzeilen macht, in seinem Engagement für die Umwelt seine wahre Berufung gefunden hat.

Das merkt man auch den Dokumentationen an, die der bald 45-Jährige schon mehrfach über unterschiedliche Umweltkrisen produziert hat oder zumindest inhaltlich begleitete. Da wäre “11th hour – 5 vor 12” von 2007, die Ursachen und Folgen der Klimakrise beleuchtete. 2016 sprach DiCaprio in “Before the Flood” mit Politikern, Wissenschaftlern und Unternehmern über den Klimaschutz. 

Seinem aktuellen Werk “Ice on Fire” leiht DiCaprio wie im Erstling nur seine Stimme: Als Erzähler führt er den Zuschauer 94 Minuten lang durch die Klimakrise. Dieses Mal stehen nicht Ursache und Folgen, sondern Lösungen im Fokus: Innovationen, die von Wissenschaftlern und Ingenieuren auf der ganzen Welt entwickelt wurden und – so glaubt Produzent DiCaprio - dazu beitragen könnten, die Klimaerwärmung einzudämmen und die Welt vielleicht doch noch zu retten.

Die Ideen aus “Ice on Fire" wollen die Welt retten

“Der Film soll Wissenschaftlern und Erfindern eine Plattform geben, die Wahrheit über den Klimawandel zu sagen - ohne von Geld, Politik oder Einfluss der fossilen Energieindustrie mundtot gemacht zu werden”, sagte DiCaprio bei der Weltpremiere von “Ice on Fire” während des Filmfestivals in Cannes. 

Natürlich hat die Tatsache, dass der Film Unternehmer von Mega-Solaranlagen, Tang-Farmen und unterirdischen CO2-Speichern vorstellt, Kritiker auf den Plan gerufen, die den Machern Werbung unterstellen. Doch anders als viele anderen Dokumentationen über die verheerenden Folgen der Klimakrise weckt “Ice on Fire” bei allen apokalyptischen Vorhersagen zumindest auch Hoffnung – Hoffnung, dass findige Wissenschaftler und kreative Ingenieure mit neuen Technologien der Katastrophe wirklich noch Einhalt gebieten könnten.

Für “Ice on Fire” holte Leonardo DiCaprio übrigens auch seinen Vater George ins Produzenten-Boot, und mit Regisseurin Leila Conners arbeitete er schon bei “11th hour – 5 vor 12″ zusammen. Die vertrauensvolle Zusammenarbeit scheint sich gelohnt zu haben: Bei “Rotten Tomatoes“ bewerteten 90 % der Nutzer den Film positiv – vielleicht auch wegen seiner ernsten, aber doch optimistischen Grundhaltung. Denn möglicherweise besteht ja wirklich noch Hoffnung für einen Weg aus der Klimakrise.  

“Ice on Fire” ist nach der Deutschland-Premiere Ende Juli jetzt wieder bei Sky zu sehen – ab 29.09. wird die HBO-Produktion wieder auf Sky Atlantic ausgestrahlt.

Bilder: HBO, Getty Images