"Ich und die Anderen": So laufen Dreharbeiten unter Corona-Arbeitsschutzbestimmungen

Gerade einmal fünf Tage hatten die Schauspieler im März 2020 für die neue Serie ”Ich und die Anderen“ vor der Kamera gestanden, da mussten die Dreharbeiten wegen der Corona-Pandemie abgebrochen werden. Nach einem rund dreimonatigen Stillstand geht es jetzt endlich weiter – natürlich unter bestimmten Auflagen, die Cast & Crew schützen sollen.

Tom Schilling spielt die Hauptrolle in der Serie "Ich und die Anderen". (Bild: Sky)

In Wien sind einige Schauspieler gerade ziemlich sicher im großen Glück. Nach einer Coronavirus-bedingten Zwangspause konnten unter anderem Tom Schilling (”Oh Boy“), Mavie Hörbiger (”What A Man“), Lars Eidinger (”Babylon Berlin“), Sophie Rois (”Die Manns“), Katharina Schüttler (”Die Welt der Wunderlichs“), Martin Wuttke (”Tatort“) und Michael Maertens (”Vorsicht vor Leuten“) die Arbeit an der Serie ”Ich und die Anderen“ wieder aufnehmen. Und anhand dieses Beispiels wird deutlich, wie der Neuanfang in der krisengebeutelten Branche aussehen kann.

Fiebermessen gehört zum Standard

Gemäß den österreichischen Arbeitsbestimmungen müssen sich die Schauspieler und Crew-Mitglieder vor Ort an bestimmte Regeln halten, um die Sicherheit zu gewährleisten. Abstandhalten, häufiges Händewaschen und Desinfizieren und das Tragen von Mund-Nasen-Schutzmasken sind am Set genauso selbstverständlich wie sonst auch in der Öffentlichkeit. Dazu wurde am Set auch eine Hygienestation eingerichtet, an der regelmäßig Fieber gemessen wird. 

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Das Set wird in 3 Zonen unterteilt

Außerdem werden die Personen am Set in drei Zonen eingeteilt. In Zone eins gehören Komparsen und Mitarbeiter des Fuhrparks und Materiallagers, in Zone zwei befinden sich die Crews für Regie, Ton, Kamera, Licht, Szenenbild und Requisite und am strengsten geht es in Zone eins zu. Dort befindet sich das sogenannte Closed-Set. Die Personen in diesem Bereich, zu dem die Schauspieler, der Regisseur, der Kameramann, Regie-, Kamera- und Ton-Assistenz, gegebenenfalls Komparsen, die Requisiteure und Maskenbildner gehören, werden alle zwei Tage einem Test auf Covid-19 unterzogen und in gleichbleibende Gruppen von fünf Personen eingeteilt. Die unterschiedlichen Gruppen agieren voneinander isoliert und sind angehalten, sich auch vor und nach Drehschluss selbstverantwortlich zu isolieren. Laut dem Produzenten John Lueftner ermöglicht das 3-Zonen-Arbeitskonzept einen Ablauf des künstlerisch-kreativen Prozesses ohne nennenswerte Einschränkungen.

Showrunner für die Sky-Serie "Ich und die Anderen" ist David Schalko. (Bild: Sky)

Ein lustiger und schräger Trip

Statt wie ursprünglich geplant Ende 2020 wird das Sky-Original mit dem Showrunner David Schalko (“M – Eine Stadt sucht einen Mörder“) voraussichtlich im Frühjahr 2021 ausgestrahlt werden. Schon jetzt auf die sechsteilige Mini-Serie freuen dürfen sich Zuschauer, die es gerne etwas experimenteller haben und die Abweichung von gängigen Erzählstilen schätzen. Die Serie dreht sich um die etwas verlorene Hauptfigur (Tom Schilling), die mit einer so verlockenden wie verstörenden Situation konfrontiert wird: Auf einen Schlag verhalten sich die Personen in seinem persönlichen Umfeld genau so, wie er es gerne hätte. Was sich ziemlich praktisch anhört, führt neben allerlei Verwicklungen, Eskalationen und neuen Konstellationen auch zu einer ständigen Selbstreflexion von Identität und Ego der Hauptfigur. David Schalko meint dazu gegenüber Sky: "Diese Serie wird ganz bestimmt ein Trip in erzählerisches Neuland.“ Auch Tom Schilling verspricht den Zuschauern einen ”echten Trip“: ”Philosophisch, lustig und absolut irrsinnig.“

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