Ifo-Geschäftsklimaindex sinkt zum fünften Mal in Folge

Firmen sehen aktuelle Lage und Aussichten schlechter

Wachsender Pessimismus vor allem in der Industrie hat die Stimmung in der deutschen Wirtschaft weiter gedrückt. Im September nahm der ifo-Geschäftsklimaindex zum fünften Mal in Folge ab, wie das Münchner Wirtschaftsforschungsinstitut mitteilte. Die befragten 7000 Unternehmer bewerteten sowohl ihre aktuelle Lage als auch die Aussichten skeptischer.

Der ifo-Geschäftsklimaindex gilt als wichtiger Indikator für die weitere Entwicklung der deutschen Konjunktur. Wie ifo-Präsident Hans-Werner Sinn erklärte, dominieren die derzeit die Konjunktur bremsenden Einflüsse weiterhin die Stimmung der Unternehmer.

Nach Branchen betrachtet zeigt sich besonders das Verarbeitende Gewerbe, zu dem auch die Exportindustrie zählt, zunehmend nervös. Die Unternehmen bewerten sowohl ihre aktuelle Lage als auch die Aussichten skeptischer. Dabei setzte sich beim Ausblick für das Exportgeschäft der leicht negative Trend aus dem August im September fort.

Hingegen scheint der ebenfalls zu den Wirtschaftsmotoren zählende Konsum stabil zu bleiben. Sowohl im Einzel- als auch im Großhandel erholte sich das Geschäftsklima. Die Einzelhändler bewerteten demnach ihre aktuelle Lage besser und die Aussichten nur marginal schlechter. Die Großhändler waren deutlich zufriedener mit ihrer aktuellen Lage als zuletzt; sie sind allerdings mit Blick auf das kommende Halbjahr etwas skeptischer.

Am Bau sind die Firmen sowohl mit Blick auf die Lage als auch auf die Aussichten pessimistischer.

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