Ifo-Präsident Fuest hält Trumps Steuerreform für unglaubwürdig

Der Präsident des Instituts für Wirtschaftsforschung, Clemens Fuest, hat die von der US-Regierung geplante Steuerreform als unglaubwürdig bezeichnet. Kurzfristig könnte die Reform "neue Jobs in den USA bringen und die Steuerzahler entlasten", sagte Fuest am Donnerstag dem Sender HR-Info. Die US-Staatskasse würde dadurch jedoch "entleert". Massive Steuersenkungen anzukündigen, ohne zu sagen wie diese finanziert werden sollten, mache den Plan unglaubwürdig, sagte Fuest.

Nach den am Mittwoch präsentierten Plänen der Regierung von US-Präsident Donald Trump soll die von Unternehmen zu zahlende Körperschaftsteuer von 35 auf 15 Prozent sinken. Bei der Einkommensteuer soll es nur noch drei statt bislang sieben Sätze geben. Die Pläne sollen hauptsächlich über höhere Steuereinnahmen aus dem erhofften wirtschaftlichen Aufschwung gegenfinanziert werden.

Auch der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Dieter Kempf, äußerte sich skeptisch zu den Steuerplänen. Das Steuerkonzept kündige ambitionierte Entlastungen an, erklärte er. Das sei eine "klare Wettbewerbsansage an den deutschen Wirtschaftsstandort". Dadurch werde sich auch der internationale Steuerwettbewerb enorm verschärfen, erklärte Kempf.

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