Ifo-Umfrage: Unternehmen planen mehr Einstellungen

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Produktion von VW-Elektroauto ID.3 in Zwickau

Die Aussichten auf deutliche Lockerungen der Corona-Einschränkungen schlagen sich auch positiv auf dem Arbeitsmarkt nieder. Das vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) ermittelte Arbeitsmarktbarometer sprang von April bis Mai auf den höchsten Stand seit März 2018. Das Ifo-Beschäftigungsbarometer stieg auf den höchsten Wert seit Juni 2019: Die Unternehmen in Deutschland planen, mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einzustellen.

Das IAB-Arbeitsmarktbarometer stieg im Mai gegenüber dem Vormonat deutlich um 2,0 Punkte auf 104,6 Punkte, wie das Institut am Donnerstag mitteilte. Der Positivtrend setze sich damit weiter fort: "Die Arbeitsagenturen werden in ihren Einschätzungen zur Arbeitsmarktentwicklung optimistischer", erklärte IAB-Forscher Enzo Weber. "Die Zeichen stehen auf Erholung." Allerdings: Ein Rekordbeschäftigungswachstum wie in den Jahren vor der Krise sei noch nicht in Sicht.

Das Ifo-Beschäftigungsbarometer kletterte von 98,3 Punkten im April auf 100,2 Punkte im Mai. Im Verarbeitenden Gewerbe stieg die Einstellungsbereitschaft laut Institut seit dem Tiefpunkt vom Mai 2020 kontinuierlich. Besonders hoch sei der Bedarf an neuen Mitarbeitern in der Elektroindustrie.

Im Dienstleistungssektor suchten besonders die Logistik und die IT-Dienstleister neues Personal. Auch im Handel spiegeln sich die Öffnungsperspektiven "in einem vorsichtigen Optimismus mit Blick auf die Beschäftigung", wie das Ifo-Institut erklärte. Auf dem Bau gibt es demnach "eine kleine Tendenz zu mehr Personal".

Das Beschäftigungsbarometer beruht auf rund 9000 Meldungen von Unternehmen in Deutschland im Mai. Sie geben ihre Beschäftigungsplanung für die kommenden drei Monate an. Das IAB-Arbeitsmarktbarometer beruht auf einer monatlichen Umfrage der Bundesagentur für Arbeit unter allen lokalen Arbeitsagenturen.

ilo/hcy