Igitt! Ehemalige Reinigungskraft lüftet schmutzige Hotelgeheimnisse

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Hotelzimmer sehen für gewöhnlich sauber aus. Sind sie das aber wirklich? Eine ehemalige Reinigungskraft hat ausgepackt und dabei so manches im wahrsten Sinne des Wortes schmutzige Geheimnis gelüftet.

Happy Young Housekeeper Cleaning Carpet With Vacuum Cleaner In Hotel Room
Hotelzimmer werden gereinigt, aber sind sie danach wirklich sauber? (Symbolbild: Getty Images)

Wer sich augenblicklich in Urlaubsvorbereitungen befindet, sollte diesen Text besser wegklicken. Den verbliebenen Lesern sei verraten, wie es hinter den Kulissen vieler Hotels wirklich zugeht. Der Fokus liegt dabei auf dem Thema Hygiene. Wie gewissenhaft werden beispielsweise Hotelzimmer gereinigt? Wie oft wird die Bettwäsche gewechselt? Und so weiter. Wenn du wüsstest! Aber du wirst es ja gleich erfahren.

Denn ein ehemaliger Mitarbeiter einer Reinigungsfirma plauderte für das britische Boulevardblatt Mirror aus dem Nähkästchen. Dabei hat er so manches grauenerregendes Geheimnis ans Tageslicht befördert. Schon seine Einleitung lässt nichts Gutes ahnen. "Ich habe als Reinigungskraft gearbeitet und so viele schlimme Praktiken gesehen, dass die Öffentlichkeit empört wäre, wenn sie davon wüsste."

Dreck nicht nur unter dem Teppich

Zum Beispiel? Eine Sache, bei der den Menschen sich der "Magen umdrehen" würde, ist diese Schreckensnachricht, so der Insider. Es komme vor, dass Reinigungskräfte die Wischmopps und Lappen, mit denen einzelne Bereiche der Räumlichkeiten gereinigt werden, durcheinanderbringen. So werde schon mal mit Toilettenlappen Oberflächen in der Küche oder Nachttische saubergemacht. Igitt.

Oder: Setzt sich ein Schmutzfleck hartnäckig gegen einen Lappen oder dergleichen zur Wehr, würden die Reinigungskräfte auch mal mit Spucke nachhelfen. Zwei Mal igitt. Oder sie benutzen, so der Insider weiter, "die falschen Chemikalien – zum Beispiel Glasreiniger für Küchenoberflächen".

Parasite Infested Dirty Linen In Bedroom At Home
Entdeckt man so manches Ungeziefer, wenn man in einem Hotelzimmer genau hinschaut? (Symbolbild: Getty Images)

Der Mann ist noch lange nicht am Ende seiner Aufzählung. Es komme häufig vor, dass die "Zimmer niemals so sauber" seien, wie es den Anschein hat. So werde die Bettwäsche für den nächsten Gast schon mal nicht gewechselt, wenn sein Vorgänger nur eine Nacht im Zimmer verbracht hat.

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Zu den Tricks der Reinigungskräfte gehöre auch die Methode, etwas Glasreiniger "in ein ungereinigtes Bad" zu sprühen, so der Insider. "Wenn ein Zimmer nach Chemikalien riecht, gehen die Gäste davon aus, dass es gereinigt wurde." Es gehe dabei vielmehr darum, fügt er hinzu, Beschwerden zu vermeiden als darum, die Zimmer wirklich zu reinigen.

Wer ist schuld?

Der Mann spart auch nicht mit Schuldzuweisungen. Offenbar ist nicht die Nachlässigkeit der einzelnen Mitarbeiter das eigentliche Problem. Schuld sei vielmehr das Management, das auf die Reinigungskräfte Druck ausübe. "Stellen Sie sich vor, Sie reinigen an einem Tag alleine eine oder zwei ganze Hoteletagen – genau das wird von uns erwartet."

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Aus Sicht der Hotelgäste ist das umso beunruhigender. Denn nicht einzelne nachlässige, faule, gewissenlose Mitarbeiter sind dafür offenbar verantwortlich, es scheint vielmehr ein systematisches und folglich ein hotelübergreifendes Problem zu sein. Andererseits spricht der Insider von einzelnen schwarzen Schafen in der Branche. Ausdrücklich erwähnt er die Langfinger unter ihnen. "Ich habe allerdings auch Diebstähle gesehen, und dafür gibt es keine Entschuldigung", sagt er. 

Nicht leicht hat man es also als Hotelgast. Was lässt sich aus all dem folgern? Vielleicht dies: Für einen Aufenthalt in einem Hotel sollte ein Gast nicht nur die Koffer packen, sondern sich auch für alle Eventualitäten rüsten.

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