Illegal gefällter "Robin Hood"-Baum: Verdächtiger plädiert auf nicht schuldig

Im Fall des in England illegal abgeholzten "Robin Hood"-Baumes hat einer der Verdächtigen die Vorwürfe zurückgewiesen. Der 38-jährige Daniel G. plädierte am Mittwoch vor Gericht in Newcastle auf nicht schuldig. (Paul ELLIS)
Im Fall des in England illegal abgeholzten "Robin Hood"-Baumes hat einer der Verdächtigen die Vorwürfe zurückgewiesen. Der 38-jährige Daniel G. plädierte am Mittwoch vor Gericht in Newcastle auf nicht schuldig. (Paul ELLIS)

Im Fall des in England illegal abgeholzten "Robin Hood"-Baumes hat einer der Verdächtigen die Vorwürfe zurückgewiesen. Der 38-jährige Daniel G. plädierte am Mittwoch vor Gericht in Newcastle auf nicht schuldig, einen Schaden in Höhe von rund 622.000 Pfund (rund 725.000 Euro) an der berühmten Platane verursacht zu haben.

G. erschien zusammen mit seinem mutmaßlichen Mittäter, dem 31-jährigen Adam C., vor Gericht. C. hat sich bislang noch nicht zu den Vorwürfen geäußert. Die beiden Männer müssen am 12. Juni erneut vor Gericht erscheinen. Derzeit sind sie gegen Kaution auf freiem Fuß.

Die Platane stand mehr als 200 Jahre lang 60 Kilometer westlich von Newcastle im Nordosten Englands. Sie war in einer stürmischen Nacht im September 2023 offenbar vorsätzlich gefällt worden, die Baumkrone lag teils auf dem Hadrianswall.

Den beiden Männern, die vermummt vor Gericht erschienen, wird vorgeworfen, den Baum zerstört zu haben. Auch am Hadrianswall selbst sollen sie einen Schaden von umgerechnet mehr als 1280 Euro angerichtet haben. G. wies auch diesen Vorwurf zurück.

Wegen ihrer beeindruckenden Lage am Rande der römischen Grenzbefestigung war der Baum die Kulisse für eine zentrale Szene im Film "Robin Hood" mit Kevin Costner von 1991. Der Hadrianswall wurde 122 nach Christus unter Kaiser Hadrian begonnen und markierte die Grenze zwischen dem römischen Britannien und dem nicht eroberten Kaledonien im Norden.

jmd/oer