Im Kampf um Mossul sterben immer mehr Zivilisten

Beim Kampf der irakischen Streitkräfte und ihrer Verbündeten um das von der Terrormiliz Islamischer Staat besetzte Mossul geraten immer mehr Zivilisten ins Kreuzfeuer der Gefechte. Geflüchtete berichten, im Westteil der Stadt würden Menschen als menschliche Schutzschilde benutzt.

Dieser Mann sagt, er habe mit seiner Familie und seinen Nachbarn in einem Haus festgesessen. 22 Menschen seien ums Leben gekommen, sein Bruder wurde schwer verletzt.

Mossul ist die letzte Hochburg des so genannten Islamischen Staates im Irak. Internationale Hilfsorganisationen schätzen, dass sich noch mehrere Hunderttausend Zivilisten im Westteil der Stadt aufhalten. Laut der Internationalen Organisation für Migration sind allein in den vergangenen vier Wochen über 120.000 Menschen vertrieben worden.

Die irakische Armee hatte im Januar eine Offensive begonnen, um mehrere Orte in der Provinz im Westen des Iraks von der Terrormiliz zurückzuerobern. Zuletzt hatte der IS militärisch schwere Niederlagen einstecken müssen und sich aus vielen Gebieten im Irak zurückgezogen. Derzeit versucht die irakische Armee zusammen mit Verbündeten, die Hochburg des IS im Irak, die Stadt Mossul, zurückzuerobern.

Mossul: Flüchtlinge strömen aus ehemaligen IS-Bezirken https://t.co/QSLeVeFFPc vía faznet— willi.b (vidaplenaperu) 30 mars 2017

Den Einsatz dort kritisierte der frühere CDU-Bundestagsabgeordnete Jürgen Todenhöfer nach einem Besuch in der umkämpften Großstadt. West-Mossul erinnere an die Trümmerlandschaft von Ost-Aleppo und die Angriffe träfen fast immer die Falschen.

Der Kampf gegen den IS macht das Leben in der irakischen Stadt Mossul zur Hölle. Publizist J. Todenhöfer war dort: https://t.co/GbKS9wEiwD— FrankfurterRundschau (@fr) 31 mars 2017

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