Frau mit rechter Gesinnung ruft über Facebook zum Hungerstreik auf

Kruder Aufruf zum Hungerstreik auf Facebook (Bild: Screenshot Facebook/Sandra Knieling)

Das große Thema Flüchtlinge generiert immer wieder sonderbare Ablegermeldungen. Jetzt steht eine Forderung einer Frau mit ziemlich eindeutig rechter Gesinnung im Vordergrund. Auf Facebook rief Sandra Knieling zum Hungerstreik auf. Mit einer kruden Begründung: „HUNGERSTREIK! Hiermit fordere ich für mich Tochter und für mich auch 2000 netto Euro netto Taschengeld! Auch wir haben keine Zeit mehr und wollen ein schönes und sorgenfreies Leben!!!!

Die Kommentare darunter erreichen das gleiche Niveau. Womit sie ihre Forderung und ihren symbolischen Hungerstreik begründet? Schwer zu sagen. Doch kursierte vor ein paar Tagen in Österreich die Geschichte, dass Flüchtlinge in der Gemeinde St. Kanzian 2.000 Euro als Taschengeld gefordert hätten und zudem drohten, in einen Hungerstreik zu treten. Die österreichische Seite „Krone.at“ rückte dies inzwischen zurecht: Die Androhung eines Hungerstreiks habe es laut Behörden nicht gegeben.

Und die Sache mit dem Taschengeld sei aus dem Zusammenhang gerissen worden. "Die Asylwerber forderten nicht einfach einen fiktiven Betrag von 2.000 Euro, sondern errechneten diesen Betrag aus den in Österreich geltenden Sätzen, der ihnen und ihren Familien nach positivem Abschluss des Verfahrens, beziehungsweise nach weiteren vier Monaten in der Grundversorgung, zustehen würde“, hieß es von einem Polizeisprecher.

Somit basiert die Aktion von Sandra Knieling auf einem Missverständnis, was sie dennoch nicht besser macht. Nur noch peinlicher.





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