Immer wieder brennen Autos - „Ist nur der Anfang“: Linksradikale drohen mit weiteren Anschlägen auf JVA-Beamte

Ein Mann in Lübeck soll einen Nachbar mit einem Messer bedroht haben (Symbolfoto).<span class="copyright">Lino Mirgeler/dpa</span>
Ein Mann in Lübeck soll einen Nachbar mit einem Messer bedroht haben (Symbolfoto).Lino Mirgeler/dpa

In der Nähe von Berliner Gefängnissen brennen seit April immer wieder Autos von JVA-Beamten. Nun ist ein Bekennerschreiben auf einer linksradikalen Internet-Plattform aufgetaucht, mit einer weiteren Drohung.

„Wir übernehmen die Verantwortung für die jüngsten Brandanschläge auf Fahrzeuge der Justizvollzugsanstalten Berlin-Tegel“, heißt es in dem Bekennerschreiben, welches auf der linksradikalen Internet-Plattform „Indymedia.org“ geteilt wurde. Der erste Brandanschlag soll ich im April auf einem Mitarbeiterparkplatz in Heiderring ereignet haben. Dabei sollen neun Fahrzeuge von JVA-Beamten in Brand gesetzt worden sein. Darüber berichtet die „Bild“ .

Unbekannte Täter drohen damit, Beamte in ihren Häusern anzugreifen

In dem Schreiben drohen die unbekannten Täter mit weiteren Anschlägen. „Dies ist nur der Anfang. Wir werden weiterhin gezielt Fahrzeuge der Beamten angreifen, bis die Behörden unsere Forderungen ernst nehmen. Wenn sich nichts ändert, werden wir den nächsten Schritt machen und die Beamten direkt bei ihnen Zuhause angreifen.“

Worum es den unbekannten Täter genau geht, ist aus dem Schreiben nicht genau herauszulesen. Wie die „Bild“ berichtet, gehe es das Haus 5 in der JVA Tegel und der Situation dort vor Ort. In diesem Haus sitzen offenbar die Langzeitinhaftierten. „Wir fordern Transparenz, Verantwortungsbewusstsein und eine lückenlose Aufklärung der Missstände in den Justizvollzugsanstalten. Solange diese Forderungen nicht erfüllt werden, werden wir nicht aufhören.“

Die CDU-Fraktion in Berlin hat sich bereits zu den Drohungen geäußert und fordere laut „Bild“ einen besseren Schutz der Privatsphäre von JVA-Beamten.