Immer Hertha: Warum in den USA nicht nur alternde deutsche Profis kicken

Auch jenseits von Bastian Schweinsteiger sind Spieler aus Deutschland ein Exportschlager in den USA – nur anders.

Fußballgott. Das stand da. In astreinem Deutsch. Die Tage, an denen Bastian Schweinsteiger von der Anhängerschaft des FC Bayern so gerufen wurde, sind zwar schon länger her, aber es wird den Ex-Nationalelf-Kapitän und WM-Heroen von 2014 gefreut haben, als er am Dienstag in Chicago aus einem Flugzeug kletterte, und ihn Hunderte Fans sowie ein "Fußballgott"-Banner empfingen.

Schweinsteiger war mal ein großer Kicker. Jetzt spielt er für Chicago Fire, einen der schlechtesten Klubs in der US-amerikanischen Profiliga MLS der vergangenen Jahre. Am Sonnabend wird der 32-Jährige wohl seine erste Partie bestreiten: Es geht um 21 Uhr (MEZ) gegen Montreal Impact. Eurosport überträgt sogar live. Schweinsteiger ist der Grund, warum sich hierzulande wieder Leute für den US-Soccer interessieren, der vom Sockel der Fußballgroßmacht Deutschland aus betrachtet mickrig wirkt. Eine Altersresidenz für Legenden denkt man. Und das stimmt auch irgendwie: Andrea Pirlo (37) und David Villa (35) spielen in New York, der Brasilianer Kaka (bald 35) in Orlando. Vor zwei Jahren ließen Steven Gerrard (L.A.) und Frank Lampard (New York) in Übersee ihre Karrieren austrudeln. Nicht zu vergessen David Beckham in L.A., mit dem das USA-Interesse von Fußballgöttern 2007 wiederbelebt wurde, nachdem es in den 70er/80er-Jahren mit Franz Beckenbauer, Pelé oder Gerd Müller mal eine Hochphase gab.

Doch es gibt noch eine andere Geschichte des amerikanischen Fußballs – eine, die Richtung Jugend geht und die mit deutschen Aus...

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