Impfstoff durch Kochsalzlösung ausgetauscht

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 In einem Impfzentrum fallen einer Mitarbeiterin Spritzen zu Boden. Daraufhin ersetzt sie den Impfstoff durch Kochsalzlösung. Nun wird wegen möglicher Körperverletzung ermittelt. 

Ein Hinweisschild zeigt die Richtung zu einem Impfzentrum.
Ein Hinweisschild zeigt die Richtung zu einem Impfzentrum.

Hannover (dpa) - Niedersachsens Gesundheitsministerin Daniela Behrens hat sich entsetzt über die Tat einer DRK-Mitarbeiterin im Impfzentrum Friesland gezeigt.

«Ich bin fassungslos und erschüttert über die Handlungen dieser Frau. Es handelt sich um ein schweres Vergehen», sagte die SPD-Politikerin am Sonntag in Hannover. Die examinierte Krankenschwester hatte eingeräumt, sechs Spritzen allein mit Kochsalzlösung aufgezogen zu haben, weil ihr ein Fläschchen mit Biontech-Impfstoff heruntergefallen war.

Eine Gesundheitsgefahr für die nur mit Kochsalzlösung Geimpften besteht nicht. Biontech wird mit Kochsalzlösung angemischt.

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Jetzt liege es bei Polizei und Staatsanwaltschaft «diese abscheuliche Tat» gemeinsam mit den verantwortlichen Akteuren des Landkreises Friesland aufzuklären, sagte Behrens. Unterstützung gebe es dabei von den Experten des Landesgesundheitsamtes und des Sozialministeriums.

«Im Mittelpunkt stehen die betroffenen Menschen, die in der Dienstzeit der Verdächtigen geimpft worden sind», sagte die Ministerin. Ein Antigentest am 5. Mai soll klären, wer von den etwa 200 Personen, die am Mittwoch vormittags geimpft wurden, kein Vakzin erhalten hat. Sie sollen am 12. Mai geimpft werden.

Die etwa 40-jährige Frau war seit Jahresbeginn im Impfzentrum Friesland in Schortens fest angestellt. Ihr wurde nach Angaben des DRK-Kreisverbandes fristlos gekündigt. Die Polizei ermittelt in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Oldenburg wegen eines möglichen Körperverletzungsdelikts.

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