Indien meldet mehr als 350.000 Corona-Neuinfektionen

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Verrsorgung eines Corona-Patienten in Neu Delhi

Indien hat mit 352.991 Corona-Neuinfektionen am Montag erneut einen weltweiten Höchstwert verzeichnet. Wie die indischen Behörden mitteilten, wurden binnen 24 Stunden zudem 2812 Todesfälle registriert - so viele wie noch nie seit Beginn der Corona-Pandemie.

Das ohnehin schlecht ausgestattete Gesundheitssystem Indiens steht angesichts der rapide steigenden Infektionszahlen vor dem Kollaps. Besonders dramatisch ist die Lage in der Hauptstadt Neu Delhi. In zahlreichen Krankenhäusern sind medizinischer Sauerstoff und Medikamente knapp. Angehörige von Corona-Patienten suchen im Internet verzweifelt nach freien Krankenhausbetten.

Großbritannien und die USA haben bereits Hilfslieferungen auf den Weg gebracht. Die ersten neun Luftfrachtcontainer aus Großbritannien sollen in der Nacht zum Dienstag in Indien eintreffen, wie der britische Premierminister Boris Johnson ankündigte. Geliefert werden unter anderem Beatmungsgeräte und Sauerstoffkonzentratoren. Die US-Regierung sagte unter anderem Rohstoffe für die Impfstoff-Herstellung und Beatmungsgeräte zu. Auch Deutschland, Frankreich und Kanada haben Hilfe angeboten.

Mitverantwortlich für die dramatische Lage in Indien ist vermutlich die neue Coronavirus-Mutante B.1.617. Deutschland hat deshalb wie zahlreiche andere Länder einen weitgehenden Einreisestopp verhängt. Seit Montag dürfen nur noch Deutsche und Menschen mit Wohnsitz oder einem Aufenthaltsrecht in Deutschland aus Indien einreisen. Für sie gilt zudem eine Testpflicht vor der Abreise sowie eine 14-tägige Quarantäne nach der Ankunft.

mid/fwe