Indien und Russland vereinbaren Rüstungsgeschäfte

Unter anderem Lieferung weiterer Militärhelikopter

Russland und Indien haben weitere Rüstungsgeschäfte in Höhe von umgerechnet 2,2 Milliarden Euro abgeschlossen. Dies meldeten russische Nachrichtenagenturen nach einem Treffen von Russlands Präsident Wladimir Putin mit dem indischen Regierungschef Manmohan Singh in Neu Delhi. Laut einer Liste des indischen Außenministeriums wurde ein 2010 unterzeichneter Vertrag über die Lieferung von 59 russischen Militärhubschraubern des Typs Mi-17B an Indien auf 71 Exemplare erweitert.

Zudem bekräftigten die beiden Politiker einen im vergangenen Jahr beschlossenen Vertrag über die Lieferung russischer Teile zum Bau von 42 Kampfjets des Typs Suchoi 30-MKI in Indien. Russland war lange Zeit nahezu alleiniger Lieferant von Rüstungsgütern für die Atommacht Indien. In der jüngsten Zeit interessierte sich das Land aber vermehrt für westliche Produkte. Beobachter werten den Besuch Putins als Versuch, diesen Trend aufzuhalten.

"Russland ist ein Schlüsselpartner in unseren Bemühungen, unsere Streitkräfte zu modernisieren und unsere Vorbereitungen zur Verteidigung zu verbessern", sagte Singh nach dem Treffen mit Putin, bei dem insgesamt zehn Verträge abgeschlossen wurden. Dazu gehörten auch Vereinbarungen in den Bereichen Pharmazie, Chemie, Bildung und Kultur.

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