Indiens Oberstes Gericht stellt Verfahren ein - weil es unverständlich ist

Indiens Oberster Gerichtshof hat eine eigenwillige Lösung für einen der berüchtigten epischen Prozesse des Landes gefunden: Wie die Zeitung "Hindustan Times" am Mittwoch berichtete, stellten die Richter das Verfahren nach fast zwei Jahrzehnten ein - weil niemand mehr mit dem Fachjargon klar kam.

"Wir müssen diesen Fall beiseite legen, weil wir ihn nicht verstehen", erklärten die obersten Richter. Die Anwälte beider Seiten konnten ihnen ebenfalls nicht helfen. Auch er habe mit der Faktenlage zu kämpfen, räumte der Anwalt des Klägers ein.

Der Fall beschäftigt die indischen Gerichte seit 1999: Damals versuchte ein Vermieter, die Kündigung seines zahlungssäumigen Mieters gerichtlich durchsetzen. Nach fast 20 Jahren landete das Verfahren schließlich vor dem Obersten Gericht, nachdem die letzte Instanz dem Mieter Recht gegeben hatte. Doch selbst diese einfache Tatsache lässt sich aus dem mit Fachbegriffen überfrachteten Urteil nur erraten.

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