Indonesischer Bauer von Sumatra-Tiger getötet

Sumatra-Tiger im Berliner Tierpark

Ein seltener Sumatra-Tiger hat auf der indonesischen Insel Sumatra einen Bauern getötet und einen Touristen schwer verletzt. Wie die örtliche Umweltschutzbehörde am Montag mitteilte, attackierte der Tiger am Sonntag einen 57-jährigen Bauern, als dieser auf seiner Kaffeeplantage arbeitete. Der Bauer versuchte demnach vergeblich, die Raubkatze abzuwehren. Am Vortag hatte dasselbe Tier einen indonesischen Touristen in seinem Zelt schwer verletzt.

Der Tiger habe am Samstag zeltende Touristen auf einer Teeplantage angegriffen, sagte der Chef der Umweltschutzbehörde für Südsumatra, Genman Hasibuan, der Nachrichtenagentur AFP. Der Tiger stürmte demnach in eines der Zelte und verletzte einen Urlauber am Rücken. Er wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert.

Der in einem Waldschutzgebiet freilebende Tiger soll einer von nur noch 15 Sumatra-Tigern in Süd-Sumatra sein. Sumatra-Tiger, die ausschließlich auf Sumatra vorkommen, sind auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) als bedrohte Art verzeichnet. Insgesamt sollen noch 400 bis 500 Sumatra-Tiger in freier Wildbahn leben.

In Südsumatra kam es laut Hasibuan in diesem Jahr schon zu fünf Tigerattacken, zwei davon verliefen tödlich. In Indonesien kommt es häufig zu Konflikten zwischen Mensch und Tier, insbesondere in Regionen, wo Regenwald für Palmöl-Plantagen gerodet wird. Durch die Rodungen wird der natürliche Lebensraum vieler Arten zerstört.