Inflation in der Eurozone zieht weiter an

Verbraucherpreise in Eurozone steigen wieder etwas schneller
Verbraucherpreise in Eurozone steigen wieder etwas schneller

Die Verbraucherpreise in der Eurozone haben im Dezember erneut deutlich zugelegt. Die Teuerungsrate in den 19 Ländern der Währungsunion lag im letzten Monat von 2019 bei 1,3 Prozent im Jahresvergleich, wie die EU-Statistikbehörde Eurostat am Dienstag in einer ersten Schätzung mitteilte. Im November hatte die Inflation bei 1,0 Prozent gelegen, im Oktober bei lediglich 0,7 Prozent.

Maßgeblicher Faktor für die Teuerung im Dezember war ein leichter Anstieg der Kosten für Energie um 0,2 Prozent. Im November und Oktober waren die Energiepreise noch jeweils um etwas über drei Prozent gesunken. Die Preise für Nahrungsmittel, Alkohol und Tabak stiegen laut Eurostat im Jahresvergleich um 2,0 Prozent, die Preise für Dienstleistungen um 1,8 Prozent und für Industriegüter um 0,4 Prozent.

Die Europäische Zentralbank strebt für den Euroraum eine Inflationsrate von knapp unter zwei Prozent an. Den erneuten Anstieg dürfte sie als ermutigendes Zeichen werten. Die Bank versucht mit einer ultralockeren Geldpolitik ein Abrutschen der Inflation zu verhindern und die Konjunktur anzukurbeln, erntet für diesen Kurs aber auch Kritik.