Inflation: Streiks in Belgien und Großbritannien

Großbritannien hat den zweiten landesweiten Streiktag von 40.000 Eisenbahnern hinter sich, 80 Prozent der Verbindungen fielen aus. Es ist der größte Bahnstreik seit Jahrzehnten, ausgelöst durch Reallohnverluste und die Sparpolitik der Regierung Johnson.

Die Gewerkschaften machen die Sparpolitik der konservativen Regierung für den Arbeitskampf im öffentlichen Dienst verantwortlich. Die geplanten Budgetkürzungen im Schienenverkehr belaufen sich auf etwa 4,66 Milliarden Euro.

Das Ergebnis sollte sein, dass wir eine faire Gehaltserhöhung bekommen und die Gewissheit haben, dass unsere Arbeitsplätze sicher sind.

Die Briten erinnert das an die Massenstreiks vor 45 Jahren, die eine Regierung zu Fall brachte. Auch damals gab es eine hohe Inflation um die 10 Prozent, die Lebenshaltungskosten stiegen rasant. Die Gewerkschaft fordert einen Ausgleich, die Regierung will allenfalls zwischen zwei und drei Prozent drauflegen.

Die Inflation wird laut Bank of England im Herbst elf Prozent überschreiten. Die britische Wirtschaft ist bereits auf Schrumpfkurs und könnte in in eine Rezession rutschen.

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD)sieht von den großen Industrienationen nur Russland wirtschaftlich noch schlechter dastehen als Großbritannien.

Streiks in Belgien bei Brussels Airlines und Ryan Air

In Belgien streiken Kabinenpersonals und Piloten von Brussels Airlines und Ryan Air. Die Ryanair-Mitarbeiter fordern unter anderem die Einhaltung der belgischen Mindestlohn-Regeln für das Kabinenpersonal.

Mehr als 315 Flüge mussten gestrichen werden, rund 40.000 Passagiere waren betroffen. Die Beschäftigten der Lufthansa-Tochter Brussels Airlines kritisieren unter anderem die hohe Arbeitsbelastung.

Streiks und Personalmangel bremsen den europäischen Luftverkehr aus. Die Lufthansa, die in den letzten Jahren Personal abgebaut hatte, strich zuletzt rund 3000 Verbindungen begründet und mit dem hohen Krankenstand durch Corona .

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