Innenministerium fordert von Athen Aufklärung des Anschlagsversuchs

Eine linksextremistische griechische Gruppierung hat sich als Absenderin des Explosivstoffpakets ans Bundesfinanzministerium zu erkennen gegeben. Es sei eine Aktion im Rahmen des Projekts "Nemesis" gewesen, das sich gegen das "Machtsystem" richte

Das Bundesinnenministerium hat die griechischen Behörden aufgefordert, den versuchten Sprengstoffanschlag auf das Bundesfinanzministerium aufzuklären. "Wir erwarten von den griechischen Behörden eine schnelle und lückenlose Aufklärung dieses Falls, damit alle Täter ermittelt werden", sagte Innenstaatssekretär Günter Krings (CDU) der "Rheinischen Post" (Freitagsausgabe). "Die deutschen Behörden werden selbstverständlich ihre Hilfe anbieten."

In der Poststelle des Bundesfinanzministeriums war am Mittwoch ein Paket mit einem explosiven Stoff eingegangen, den die Berliner Polizei als "Blitzknallgemisch" beschrieb. Eine linksextremistische griechische Gruppierung erklärte, die Absenderin des Explosivstoff-Pakets an das deutsche Bundesfinanzministerium zu sein.

Der in dem Paket enthaltene Stoff wird nach Angaben der Berliner Polizei häufig bei der Herstellung von Pyrotechnik verwendet. Das Paket wäre demnach geeignet gewesen, erhebliche Verletzungen beim Öffnen zu verursachen.

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